Wien 2010

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04.06.2010 Hundertwasser

Der Auftakt an diesem Tag sollte der Prater bzw. das Hundertwasserhaus sein, deshalb fuhren wir nach dem Frühstück mit der U1 bis zur Haltestelle Praterstern. Das es für den Prater um halb neun noch viel zu früh war sahen wir dann Vorort auch ein und machten uns auf den Weg zum sogenannten Hundertwasserhaus. Durch Zufall, wir folgten einer Reisegruppe da der Weg ziemlich schlecht ausgeschildert war, gelangten wir zunächst zum KunstHausWien. Dieses Gebäude wurde von Friedensreich Hundertwasser gestaltet und beherbergt ein Museum in dem seine Werke ausgestellt sind. Nach weiteren 5-10 Minuten Fußmarsch kamen wir an dem eigentlichen Highlight des Bezirks an, dem Hundertwasser-Krawina-Haus.

Ehrlich gesagt hätte es mal wieder einen Anstrich nötig gehabt, aber ich glaube genau das wäre gegen die Prinzipien nach denen Friedensreich Hundertwasser dieses Haus erdacht hatte. Leben im Einklang mit der Natur, auch in der Großstadt, dass soll dieses Gebäude wohl verkörpern. Auf den Balkonen und auf dem Dach wachsen Bäume, Teile der Fassade sind mit Kletterpflanzen bedeckt, die Architektur ist nicht steif und symetrisch sondern kunterbunt und durcheinander. Kurzum ein herrlicher Anblick und nicht umsonst eine der größten Sehenswürdigkeiten Wiens. Als wir genügend Fotos geschossen und uns satt gesehen hatten erkundeten wir das gegenüberliegende Hundertwasservillage. Das Village ist eine im Hundertwasserstil eingerichtete Ladengallerie mit einer Modern-Art-Toilette im Untergeschoss :-)

Kunst Haus Wien

Hundertwasser-Krawinahaus

Von unserem nächsten Ziel, dem Prater, gibt es leider nicht sehr viel zu berichten. Wir sind beide keine ausgesuchten Jahrmarktfans und die Atmosphäre wäre am Abend wahrscheinlich auch besser gewesen. Das einzige was uns dazu veranlasste den Rummel einmal komplett zu durchqueren war das Porschetreffen das an diesem Tag stattfand. Die Menge der ausgestellten Fahrzeuge war echt krass, ich denke es gibt wenig Veranstaltungen bei denen man so viele Porsche sehen kann wie auf dem Porschetreffen in Wien. Auf dem Rückweg bekamen wir Appetit auf gebrannte Mandeln oder Erdnüsse, wir mussten aber mit entsetzen feststellen bzw. von einem Budenbesitzer erfahren dass es soetwas (zumindest in der Form wie wir es kennen, Frisch zubereitet) auf einem österreichischen Volksfest nicht gibt. Liebe österreicher: Besucht doch bitte mal ein deutsches Volksfest und esst dort gebrannte Mandeln, dann wisst ihr wenigstens worauf ihr bei euren Rummeln verzichten müsst und ihr könnt eure Budenbesitzer dazu zwingen auch soetwas anzubieten ;-)