Wien 2010

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03.06.2010 Schmetterlingshaus und Herzgruft

Das nächste was wir uns von innen angesehen haben war das Schmetterlingshaus, das ebenfalls zum Hofburgkomplex gehört. Für den Eintritt mussten wir 5 Euro berappen (50 Cent Ermäßigung durch die Wien-Card), dafür war es in dem Haus angenehm warm, eine Wohltat nach der Kälte im Freien. Es war natürlich nicht nur schön warm, es gab auch einiges zu sehen. Neben vielen farbenprächtigen exotischen Schmetterlingen gab es dort auch den größten Falter der Welt zu bestaunen, den Atlasspinner. Interessant an den Tieren war nicht nur ihre Größe sondern auch ihr Lebenszyklus: Die Mundwerkzeuge der Falter sind verkümmert, die aus dem Kokon geschlüpften Insekten leben deshalb nur ca. 2  Wochen. Leider ist der Atlasspinner ein Nachtfalter, ihn beim Fliegen zu sehen ist also sehr unwahrscheinlich, wir haben zumindest keinen beim Flattern beobachten können.

Passionsblumenfalter. Um so ein Foto schießen zu können braucht man viel Geduld, die Falter sind sehr agil

Für diesen Brummer braucht man dagegen keine Geduld: Der Atlasspinner

Als wir von tropischer Flora und Fauna genug hatten ging es vorbei an der Albertina, ein Museum mit einer großen Sammlung von Zeichnungen, zur Kirche St. Augustin. Von außen war die Kirche eher unscheinbar, innen gab es das monumentale Grab der Erzherzogin Marie Christine und den Eingang zur Herzgruft zu bestaunen. In der Gruft werden in Urnen die Herzen von 54 Habsburgern aufbewahrt, eine Besichtigung war uns nicht möglich, aber am Eingang wurde zumindest meine "morbide" Seite befriedigt:

Skelettgemälde am Eingang zur Herzgruft

Das war es dann auch schon für diesen Tag, uns war kalt und genügend gelaufen sind wir auch. Auf dem Weg ins Hostel haben wir dann noch das Hotel mit Konditorei Sacher und einen Brunnen, dessen Name mir entfallen ist, mitgenommen. Abends haben wir  Döner gefuttert und den Tag bei einem guten Buch ausklingen lassen. Auch in dieser Nacht wurde unsere Bettruhe durch betrunkene Jugendliche gestört, nach einer Reklamation an der Rezeption war aber schnell Ruhe.