Wien 2010

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05.06.2010 Schloß Schönbrunn

Unser dritter Besichtigungstag begann mit einer Tour durch den Naschmarkt, erstes Ziel war die Flohmarktseite des Marktes. Hier gab es wirklich nur Schrott (in unseren Augen) und wir packten unsere sieben Sachen ganz instinktiv etwas fester an unseren Körper. Also bei dem Publikum das man dort antrifft kriegt man es fast schon mit der Angst zu tun und entspanntes Bummeln war das ganz sicher nicht. Auf dem "richtigen" Naschmarkt war das schon was anderes. Hier gab es hauptsächlich Feinkost, Obst, Gemüse, Fleisch, Wurst und Fisch, Kaffees, Restaurants und Imbissbuden. Leider hatten wir schon gefrühstückt, dass wäre hier sicherlich lecker gewesen. Zum Ausgleich haben wir uns dafür eine leckere Brotzeit für Mittags mitgenommen. Nach etwa einer dreiviertel Stunde waren wir fertig und machten uns auf den Weg zu unserem Hauptziel für diesen Tag, das Schloss Schönbrunn.

Das Wetter war schön, es war Samstag, das Schloss ist eine DER Attraktionen Wiens, dass bei Schönbrunn die Hölle los war muss ich an dieser Stelle wohl nicht explizit erwähnen. Obwohl der Wartebereich vor den Kassen ziemlich voll war kamen wir relativ flott an Eintrittskarten. Die Karten sind übrigens für eine bestimmte Uhrzeit gültig und nur zu diesem Zeitpunkt darf man in die Räumlichkeiten. Unsere waren auf 13:30 Uhr ausgestellt, wir hatten also noch mehr als genügend Zeit. Eine gute Gelegenheit um durch den Schlosspark zu spazieren und die Gloriette zu besichtigen.

 

W i s s e n s w e r t :  S c h l o s s  S c h ö n b r u n n

Schönbrunn ist eine der bedeutendsten Kulturstätten Österreichs, die wohl meistbesuchte Sehenswürdigkeit Wiens und seit 1996 (zusammen mit dem Park) UNESCO-Weltkulturerbe. Im 16. Jahrhundert nutzte man das Gelände zunächst als Jagdgrund, erst zum Ende des 17. Jahrhunderts wurde der Bau des Schlosses in Auftrag gegeben. Zum Ende des zweiten Weltkrieges beschädigte ein Bombenangriff der Alliierten einen Teil des Haupttraktes und die Gloriette. Plünderungen während der Besatzungszeit nach dem Krieg blieben jedoch aus da die Briten auf Schönbrunn ihr Hauptquartier einrichteten.

Der Schlossparkt bietet neben dem ältesten noch bestehenden Zoo der Welt viele weitere Sehenswürdigkeiten wie die Gloriette, den Neptunbrunnen, den Obeliskbrunnen, die Römische Ruine und das Palmenhaus.

 

Apropos Gloriette besichtigen: Der Zugang zum Schloßpark ist Kostenlos, für die Sehenswürdigkeiten wie die Gloriette muss man allerdings Eintritt bezahlen (Gloriette 2 Euro, Kronprinzengarten 2 Euro, Irrgarten & Labyrinth 2,90 Euro - Stand Sommer 2010). Da wir den kompletten Tag im Schloß und im Park verbringen wollten haben wir uns gleich für den Schönbrunn Classic Pass für 14,90 Euro entschieden, dieser beinhaltete den Eintritt für die 3 oben genannten Attraktionen und eine Schlossführung inkl. Audio-Guide. Für 3 Euro Aufschlag kann übrigens der Classic Pass Plus erstanden werden, dieser beinhaltet zusätzlich eine Apfelstrudelkochshow mit anschließender Apfelstrudelverköstigung.

Erster Anlaufpunkt war der Kronprinzengarten, ein hübsch gestalteter kleiner Garten mit schön dekorierten Beeten, einer Orangerie, einem Pflanzentunnel der an drei Seiten um den Garten führte und einer Aussichtsplattform von der man einen schönen Rundblick hatte. Unser nächstes Ziel war der Neptunbrunnen. Leider wurde gerade das Sommernachtskonzert 2010 vorbereitet, eine hässliche Bühne und schweres Gerät vor schönen historischen Bauten war nicht so unser Ding. Wir haben so gut es ging an den Aufbauarbeiten und der bereits stehenden Bühne vorbeifotografiert :-) Hier ein paar Aufnahmen vom Neptunbrunnen, der Gloriette und der Aussicht auf das Schloß:

Neptunbrunnen Detail

Gloriette

Besucherplattform auf der Gloriette

Schloß Schönbrunn und der Schloßgarten

Auf dem Weg zurück zum Schloß wählten wir eine andere Route. Vorbei an der kleinen Gloriette (kann man gut und gerne auslassen)  wollten wir uns eigentlich noch den Obeliskbrunnen ansehen. Da wir aber schon recht spät dran waren und auf keinen Fall die Schloßtour verpassen wollten nahmen wir noch die Rückseite der Römischen Ruinen mit und begaben uns anschließend ins Schloss um die Audio-Guides zu holen und uns brav am Gatter anzustellen um auf unseren Einlass zu warten.

Der Audio-Guide vermittelte so ziemlich die gleichen Informationen wie der in der Hofburg. Die Räumlichkeiten von Schloß Schönbrunn fanden wir allerdings schöner wie die der Residenz in der Stadt. Highlights waren ein größerer Saal mit herrlichem Deckenfresko und zwei kleinere Räume mit sehr schöner Innenausstattung und kunstvollem Holzfussboden. Fotografieren war natürlich verboten (ich verstehe immer noch nicht warum und weiß nicht ob ich jemals so alt werde um das zu verstehen), schöne Bilder gibt es also erst wieder aus dem Schloßpark. Auch hier zeigte sich wieder, dass die liebe Kaiserin Sissi, ich nenne es einfach mal extrem unausgelastet, war. Stundenlange Haarpflege, extreme sportliche Betätigung, dabei kaum Nahrung zu sich genommen, kauziges zurückgezogenes Dasein, diese Stichpunkte beschreiben wohl am besten den Tagesablauf der netten Dame. Ein Vorbild wie man es sich besser nicht wünschen kann. Ich muss gerade daran denken dass meine Adresse im Impressum steht, ich halte jetzt also lieber meinen Rand bevor ein Mob wütender Sissi-Fans vor meiner Haustür steht Wink.

Die nächste Zeit verbrachten wir damit den Rest des Schlossparks zu besichtigen. Nachdem wir fast 2 Stunden nicht fotografieren durften mussten unsere Apparate jetzt so richtig dran glauben. Erst lebten wir uns am Obeliskbrunnen aus und dann besuchten wir die Römischen Ruinen. Zu guter letzt statteten wir dem Irrgarten einen Besuch ab. Sowohl der Brunnen als auch die Ruine waren sehr sehenswert, viel darüber zu schreiben gibt es allerdings nicht. Das gleiche gilt für den Irrgarten, ein Besuch ist jedoch schön und kurzweilig, lohnt sich also auf jeden Fall. So möchte ich diesen Tag des Berichtes nicht mit vielen Worten sondern schönen Impressionen aus dem Schlosspark abschließen:

Obeliskbrunnen Detail

Obeliskbrunnen

Römische Ruinen im Schönbrunner Schlossgarten

Schloss Schönbrunn von vorne