Wien 2010

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02.06.2010 Anreise

Um 09:40 Uhr war der Abflug vom Flughafen Frankfurt geplant. Wer unsere bisherigen Reiseberichte gelesen hat kennt unseren Anfahrtsweg zum Airport, wer dies bis jetzt noch nicht getan hat dem kann ich wärmstens die Lektüre derselbigen (Mexiko 2008, Türkei 2009 und Florenz 2009) empfehlen. Den Check-In hatten wir schon am Vorabend online erledigt, wir mussten also nur noch unsere Koffer los werden und konnten uns dann die Zeit bis zum Flug mit bummeln und lesen vertreiben. Der Online-Check-In ist übrigens eine feine Sache. Man kann die Plätze reservieren und muss beim Koffer abgeben (das nennt sich dann Baggage-Drop-Off) nur noch kurz die ausgedruckten Tickets und einen Personalausweis vorzeigen.

Der Flug mit Fly Niki war recht angenehm. Das Flugzeug, ein Embraer 190 (noch nie vorher was von gehört), machte einen gepflegten und gut gewarteten Eindruck und unterwegs wurde sogar ein, für Flugzeugverhältnisse, gutes Sandwich serviert (wie machen die das bei dem günstigen Preis?!?). Bei unserer pünktlichen Ankunft um 11 Uhr in Wien Schwechat konnten wir den neuen Airbus A380 bestaunen. Nachdem wir unser Gepäck in Empfang genommen hatten ging es mit der S-Bahn Linie 7 Richtung Wien Mitte (Landstraße). Es gibt zwei Möglichkeiten um mit dem Zug vom Airport in die Stadt zu kommen, einmal den City Airport Train (CAT) der zwar relativ teuer ist aber dafür "nur" 16 Minuten für den Transfer benötigt und die von uns benutzte S7 die wesentlich billiger ist und bei der die Fahrt auch nur ca. 25-30 Minuten dauert. Im Anschluß ging es mit der U3 Richtung Ottakring (Achtung! Für die U-Bahn muss ein eigenes Ticket gekauft werden, dass S7-Ticket ist hier nicht mehr gültig) bis zur Haltestelle Westbahnhof. Bis zu unserer Unterkunft in der Mariahilfer Straße waren es vom Westbahnhof aus noch 5 Minuten zu Fuß.

Der erste Eindruck vom Wombats City Hostel war ganz gut, ungefähr auf dem selben Niveau wie das Hostel in Florenz. Da wir das Zimmer erst ab 15 Uhr beziehen konnten stellten wir unser Gepäck im Hostel ab und tigerten etwas durch die Gegend. Es war arschkalt, das Thermometer zeigte gerade mal 11° an, und es nieselte, eigentlich absolut kein Wetter um durch die Gegend zu laufen. Wir haben es trotzdem bis zum Schloß Schönbrunn geschafft und konnten uns dort schon mal auf die nächsten Tage einstimmen (was allerdings dank der Kälte nicht so wirklich funktioniert hat). Auf dem Rückweg waren wir so durchgefroren dass wir uns ersteinmal bei Kaffee und Linzer Gebäck aufwärmen mussten.

Schloss Schönbrunn - Eingang zum Schlossgarten

Gestärkt und aufgewärmt konnten wir schließlich den Rückweg zum Hostel antreten und unser Zimmer beziehen. Auch das Zimmer war in Ordnung, für den Preis eine wirklich gute Leistung.  Nachdem wir uns ausgeruht hatten schlenderten wir zum Abendessen in die Stadt. Wir spazierten die Mariahilfer Str., eine Einkaufsmeile, es gab also viel zu sehen, entlang. Nachdem wir einige Zeit an den Läden entlang gebummelt waren kehrten wir in eine urige Kneipe in einem Hinterhof ein. Leider wissen wir den Namen dieses Lokals nicht mehr, wir hatten auf jeden Fall verdammt leckeres Backhuhn auf Erdäpfel-Vogerlsalat (Kartoffel-Feldsalat) und ein erstes österreichisches Bierchen. An diesem Abend wurden wir (wie auch an jedem anderen Abend) nicht sehr alt, wir fielen sofort ins Bett als wir wieder im Hostel waren. Leider war unsere erste Nacht ziemlich bescheiden. Das Haus war sehr hellhörig und wir wurden entweder durch schlagende Türen oder besoffene Jugendliche im Innenhof wach gehalten.