Türkei 2009

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29. - 31.08.2009 Strandurlaub und Heimreise

Die letzten Urlaubstage haben wir am Strand genossen und am letzten Abend labten wir uns am besten Essen des ganzen Urlaubs. Es gab ein türkisches Barbecue mit frischem Brot, Gegrilltem, Salaten und vielen anderen leckeren Sachen. Ein guter Abschluß für einen eher "Missglückten" Urlaub.

Die Heimreise war bis auf die Busfahrt zum Flughafen unspektakulär. Die Busfahrt war furchtbar nervig. Wir waren so ziemlich die ersten Passagiere und der Zeitplan für die Abholung der restlichen Gäste war anscheinend sehr großzügig ausgelegt worden. Wie auch immer, der Fahrer ist auf jeden Fall mit 5-10 km/h zu den verschiedenen Hotels gefahren und die Transferzeit zum Flughafen hat sich so mehr als verdoppelt. Ich versteh sowas nicht, man kann ja Puffer mit einplanen aber ansonsten sollte es doch möglich sein einen strafferen Zeitplan auszuarbeiten. Uns (und auch den anderen Mitreisenden) wäre es zumindest lieber gewesen an der Lobbybar noch einen Drink zu nehmen als in dem Bus zu sitzen und durch die Gegend zu zuckeln. Manchmal kommt man sich als Tourist echt verarscht vor.

Damit ist der eigentliche Bericht auch schon zu Ende und ich hoffe das er trotz des (eher unüblichen) Inhalts unterhaltsam geworden ist. Zum Schluß noch ein paar Bilder und ein Resümee darf natürlich auch nicht fehlen, ich will mich ja schließlich noch etwas "auskotzen" :-)

Sonnenuntergang über dem Meer

Eine kleine Eidechse wärmt sich in der Sonne auf

Sentido Perissia in der Morgensonne

Ich wähnte mich schon fertig mit diesem Reisebericht als mir das schlimmste von allem erst wieder einfiel, irgendwie habe ich das verdrängt.  Als wir Nachts um halb zwölf in unserer Wohnung ankamen und eigentlich nur noch ins Bett wollten nahmen wir einen leichten Fäulnisgeruch in unserer Wohnung wahr. Wir vermuteten einen vergessenen Müllbeutel oder ähnliches und machten uns auf die Suche, fanden jedoch nichts bis... ja bis ich den Kühlschrank öffnete und mir ein Pesthauch entgegen wehte. Die Quelle des Gestanks war also gefunden aber warum der Kühlschrank so stank erfasste ich erst beim zweiten Öffnen, der Kühlschrank war nämlich aus, komplett aus. Und in diesem Moment hatte ich auch die Erleuchtung warum er aus war. Ich DEPP (das darf man ruhig groß schreiben) hab am Tag der Abreise noch unseren Geschirrspüler ausgesteckt, aber halt nicht nur den Geschirrspüler sondern auch den Kühlschrank.

Unser Kühlschrank war während unserer Abwesenheit recht leer, halt so gefüllt das wir nach dem Urlaub nicht direkt in den Supermarkt rennen müssten sondern noch 1-2 Mahlzeiten zubereiten könnten. Allerdings war das Gefrierfach dafür rammelvoll, wir hatten nämlich vor der Abreise noch unseren Gefrierschrank abgetaut und die Reste im Eisfach des Kühlschranks untergebracht.

Das Gemüsefach stand zu einem Viertel voll mit Brackwasser und aus dem 3-Sterne-Fach troff eine schleimige Flüssigkeit. Außerdem hat es dermaßen daraus gestunken dass meine Frau sich beinahe noch hätte übergeben müssen. Ich habe also versucht möglichst flach zu atmen und dabei den kompletten Inhalt in Mülltüten zu verfrachten. Nachdem der Inhalt entfernt war haben wir alles grob ausgewischt und die Plastikteile in fast purem Reinigungsmittel eingelegt. Für den Abend hatten wir genug und nach dem wir noch unsere Mülltonne gefüttert hatten gingen wir ins Bett.

Am nächsten Tag haben wir versucht den Kühlschrank zu reinigen und von den Gerüchen zu befreien aber auch nach dem zweiten und dritten Reinigungsdurchgang lag immer noch ein widerlicher Geruch in der Luft. Wir waren schon so weit einen neuen Kühlschrank kaufen zu wollen sind dann aber doch noch auf die Idee gekommen ihn mal auszubauen. Glückspilze wie wir sind mussten wir dabei natürlich feststellen dass die "Soße" aus dem Kühlschrank raus und bis unter den Geschirrspüler gelaufen ist. Außerdem haben sich die Bretter (Echtholz ohne Furnier) mit Bodenkontakt schön mit der fauligen Flüssigkeit voll gesogen. Nachdem wir im Supermarkt einen Reiniger auf Chlorbasis (krasses Zeug!) gekauft hatten, verbrachten wir unsere letzten zwei Urlaubstag damit die Küche komplett zu zerlegen und alles gründlich zu reinigen. Bei der Sache haben wir viel gelernt: 1. Wir stecken nie wieder irgendetwas aus wenn wir in den Urlaub fahren (bzw. wir treten unserem Mann ordentlich in den Arsch wenn er noch mal was aussteckt :-)). 2. Es kommt etwas furchtbar widerliches dabei raus wenn sich Staub und Dreck die sich zwahgsläufig hinter den Einbaugeräten befinden mit fauligem Brackwasser verbinden. 3. Ein Reiniger auf Chlorbasis macht aus einem Lappen der einmal gelb war einen weißen Lappen.