Rom 2010

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09.07.2010 Piazza Navona

Auf dem Weg zum Piazza Navona, der nächsten Station unserer "Kirchen-Tour" kamen wir am Augustusmausoleum vorbei. Das Mausoleum wurde 29 vor Christus von Kaiser Augustus in Auftrag gegeben und dort liegen sowohl er als auch einige seiner Nachfolger und weitere römische Persönlichkeiten begraben. Die Grabstätte konnten wir leider nicht besichtigen, das komplette Gelände war mit Bauzäunen abgesperrt.

Das Augustusmausoleum

Am Piazza Navona angekommen wollten wir eigentlich, neben dem Platz und seinen Brunnen naütrlich, die Kirche Sant'Agnese in Agone besichtigen. Was wir zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht wussten: Die Kirchen in Rom schließen in der Regel in der Mittagszeit von etwa 12 Uhr bis 17 Uhr (+/- 30-60 Minuten, oder vorher einfach recherchieren). Da es gerade Mittagszeit war standen wir also vor verschloßenen Türen. Ehrlich gesagt war unser Kirchenpensum für einen Tag schon mehr als erfüllt und außerdem war der Piazza Navona mir seinen drei Brunnen und den umgebenden Gebäuden auch so einen Besuch wert.

 

W i s s e n s w e r t :  P i a z z a  N a v o n a

Bereits 46 v. Chr. entstand ein provisorisches Stadion welches im Jahre 85 ausgebaut wurde. Seine heutige Form hat der Platz dem Kauf von drei Häusern im Jahr 1477 durch den päpstlichen Staatsanwalt Antonio Pamphilj zu verdanken. Papst Innozenz X. der mit bürgerlichem Namen Giovanni Battista Pamphilj hies, ein Nachfahre Antonios, lies die drei Gebäude im Jahr 1644 zum Palazzo Pamphilj umbauen und schenkte diesen Palast seiner Schwägerin Olimpia Maidalchini-Pamphilj. Diese wiederum wollte den kompletten Platz zum Forum Pamphilj, nach Art der Kaiserforen, umgestalten lassen.

Bernini errichtete deshalb 1649 den Vierströmebrunnen in der Mitte des Platzes zu Füßen eines Oblisks, außerdem gestaltete er die zwei bereits vorhandenen Brunnen, die von Giacomo del Porta erbauten Fontana del Moro und del Nettuno, um.

 

Der Vierströmebrunnen auf dem Piazza Navona

Passend zur Mittagszeit möchte ich an dieser Stelle etwas zum Thema Essen und Trinken los werden. Es gab überall und an jeder Ecke in Rom Trinkbrunnen. Mit Plastikflaschen als Grundausstattung kann man also Rom auch bei großer Hitze besichtigen ohne ständig schauen zu müssen wo man Wasser kaufen kann. Das Wasser war übrigens immer herrlich frisch und hat dazu noch lecker geschmeckt. Essen kauft man am besten bzw. günstigsten da, wo es auch die Einheimischen kaufen würden. Also nicht in den Kaffees und Restaurants an den beliebten Plätzen, die sind nämlich komplett überteuert. Mit jedem Meter den man sich von diesen Plätzen entfernt sinkt auch der Preis. Wir haben entweder auf unseren Touren durch die Stadt selbst einen Laden gefunden oder einfach die Römer (Wachleute, Polizisten, Passanten...) nach dem nächsten Supermarkt oder Panini-Laden gefragt. Wir haben uns die ganze Woche Mittags nur von Brot, Tomaten, Mozzarella di Bufala, Schinken und Salami ernährt, was war das lecker.

Auf unserem Streifzug zu einem Supermarkt in der Nähe des Piazza Navona sind wir dann noch auf dieses Kleinod gestoßen, die Ausgrabungsstätte Area Sacra di Largo Argentina:

Die Area Sacra di Largo Argentina in der Nähe des Piazza Navona