Rom 2010

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09.07.2010 Piazza del Popolo

In Rom wimmelt es nur so von Kirchen. Da wir nicht alle besichtigen konnten hatten wir uns vorher die schönsten raus gesucht. Auf der Strecke zum Piazza del Popolo nahmen wir trotzdem spontan noch die Kirche Santi Ambrogio e Carlo al Corso mit. Der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt:

Innenraum der Kirche Santi Ambrogio e Carlo al Corso

Um zum Piazza del Popolo zu gelangen sind wir der Via del Corso, einer verkehrsberuhigten Einkaufsstraße, gefolgt. Als andere reizvolle Route hätten wir auch der Viale della Trinita dei Monti (siehe vorheriges Kapitel Spanische Treppe) in die Viale Adamo Mickievicz folgen können. Dort hätte es den Park und die Galleria Borghese zu besichtigen gegeben. Vom Pincio, dem Hügel auf dem sich das Gelände der Villa Borghese befindet, wäre außerdem der Blick auf den Piazza del Popolo und über Rom herrlich gewesen. Aber für einen Weg muss man sich ja schließlich entscheiden und es soll für uns ja auch für zukünftige Rom-Reisen noch neues zu entdecken geben.

 

W i s s e n s w e r t :  P i a z z a  d e l  P o p o l o

Den Platz in seiner heutigen Form erschuf der Architekt Giuseppe Valadier zwischen 1811 und 1822. Die Mitte des Piazza schmückt Flaminio, der zweitälteste und mit 23,9 Metern Höhe zweithöchste Obelisk Roms. Die als Dreizack (Tridente) bezeichneten Straßen Via del Babuino, Via del Corso und Via di Ripetta bestehen bereits seit dem 16. Jahrhundert (auf dem Bild unten ist der Dreizack gut zu erkennen). Zwischen den genannten Straßen befinden sich die Zwillingskirchen Santa Maria in Monte Santo und Santa Maria dei Miracoli. Auf der gegenüberliegenden Seite der beiden Gotteshäuser liegen das Porta del Popolo und die Kirche Santa Maria del Popolo, in deren angrenzenden Kloster Martin Luther während seiner Rom-Reise wohnte. Der am Pincio gelegene Brunnen wurde, wie auch alle anderen Brunnen auf dem Piazza del Popolo, von Valadier entworfen und stellt die Göttin Roma mit den Flüssen Tiber und Aniene dar. Der Brunnen am Obelisk nennt sich Löwenbrunnen und der dritte stellt Neptun und zwei Tritonen dar.

 

Piazza del Popolo: Santa Maria in Monte Santo, Obelisk und Santa Maria dei Miracoli

Die Zwillingskirchen Santa Maria in Monte Santo und Santa Maria dei Miracoli sind beide nicht sonderlich sehenswert, da hat Rom definitv besseres zu bieten dass man sich genauer ansehen sollte. Wie z.B. die Basilica Santa Maria del Popolo die wir uns, nach dem wir den Piazza genug geknippst hatten, angesehen haben. Die Kirche war reich ausgestattet und es gab jede Menge Kapellen die teilweise mit Bildern und Skulpturen berühmter Künstler geschmückt waren. Die Chigi-Kapelle z.B. wurde nach Plänen Raffaels gestaltet und von Bernini, der auch die zwei Skulpturen Habakuk und der Engel sowie Daniel beisteuerte,  vollendet. Als zweites Beispiel möchte ich hier die Cerasi-Kapelle nennen, hier konnten wir zwei Bilder Caravaggios bestaunen (Kreuzigung des Petrus und Bekehrung des Paulus).

Ich muss ehrlich gestehen, mit den meisten Formen der Kunst, insbesondere der modernen Kunst, kann ich herzlich wenig anfangen. Allerdings faszinieren mich die Werke der alten Meister wie Michelangelo, Raffael und Caravaggio dafür umso mehr. Bei den beiden erstgenannten sind es die monumentalen Werke die es mir besonders angetan haben und bei Caravaggio die teils düsteren, realistisch anmutenden Gemälde.

Seitenkapelle in der Santa Maria del Popolo