Rom 2010

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12.07.2010 Engelsburg, Cestius-Pyramide und Ruhetag

Wer seinen Reiseführer brav liest und/oder im Internet etwas recherchiert wird schnell merken dass viele Sehenswürdigkeiten Montags geschlossen sind. Im Eifer des Gefechts kann man das schon mal vergessen und auch dem besten Planer (ich weiß, Eigenlob stinkt :-)) kann mal ein Fehler unterlaufen. So machten wir uns also wie immer recht früh auf den Weg um uns die Engelsburg anzusehen. Nur hat gerade diese Anlage, wie sollte es nach den ersten zwei Sätzen in diesem Absatz auch anders kommen, Montags geschlossen.

Da wir schon mal da waren haben wir auch gleich ein paar Fotos geschossen:

Ponte Vittorio Emanuele II

Blick die Via della Conciliazione entlang zum Petersdom

Engelsbrücke

Aber was sollten wir stattdessen tun? Rom ist nicht gerade die Stadt in der man lange suchen muss um etwas zu finden das sehenswert ist. Ehrlich gesagt waren wir aber nach 3 Tagen Besichtigungsmarathon, von der Anreise gar nicht zu sprechen, die wir hinter uns hatten ziemlich ausgebrannt und hatten weder Lust uns großartig zu bewegen noch etwas zu sehen. Erst spielten wir mit dem Gedanken die Caracalla Thermen zu besichtigen, beschlossen dann allerdings in den Stadtteil Ostiense zu fahren um einen Markt zu besuchen der im Reiseführer empfohlen wurde.

Auf dem Weg dorthin streiften wir die Cestius-Pyramide und das Porta San Paolo. Am Markt angekommen besichtigten wir diesen zuerst, deckten uns mit Futter ein und machten es uns zum Mittagessen in einem Park gemütlich. Zurück am Bahnhof überlegten wir kurz, ob wir den restlichen Tag am Strand verbringen wollen. Die Strände in der Nähe von Rom sind jedoch nicht die schönsten und im Sommer wahrscheinlich hoffnungslos überfüllt. Wir zogen es deshalb vor ins Hotel zu fahren und dort den Nachmittag über zu relaxen. Schließlich hatten wir noch einen Tag Rom vor uns und es gab noch einiges zu sehen.

Cestius-Pyramide

Am Abend gab es dann noch ein absolutes Essenshighlight. Wir verliessen das Hotel um nach etwas Essbarem zu suchen. Auf Pizza hatten wir eigentlich nicht schon wieder Lust, die zum Hotel gehörige Pizzeria schied also gleich schon mal aus. Wir liefen einige Zeit herum ohne ein Lokal zu finden welches uns auch angesprochen hätte und hatten uns fast schon mit "unserer" Pizzeria abgefunden als wir noch einen Abstecher in eine Seitenstraße wagten und tatsächlich fündig wurden. Gefunden hatten wir eine... Pizzeria, und zwar ein einfach eingerichtetes kleines Lädchen aus dem es herrlich duftete. Die Gäste waren alles Einheimische (was für gewöhnlich für eine gute Qualität spricht) und bei unserer Bestellung musste der komplette Laden helfen, es gab nämlich niemanden der auch nur ein Wort englisch oder deutsch verstanden hätte. Dies war einer der Momente die uns Rom so sehr ans Herz wachsen liessen. Mit zwei Pizzen, die genau so waren wie wir sie wollten, trotz der Verständigungsschwierigkeiten, und einem kühlen Bierchen machten wir uns schließlich wieder auf den Weg ins Hotel. Dies wäre eindeutig unser Stammlokal geworden wenn wir es bereits früher gefunden hätten, die Pizzen waren nämlich ein Traum.