Rom 2010

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11.07.2010 Via dei Fori Imperiali

Auf der Suche nach Futter haben wir uns zunächst die Restaurants in den Seitenstraßen der via dei Fori Imperiali angesehen. Diese waren allerdings sehr touristisch orientiert und eigentlich wollten wir auch nur ein Panini oder ähnliches. Nachdem wir uns fast mit dem Gedanken, in einem überteuerten Ristorante essen zu müssen, abgefunden hatten stießen wir doch noch auf einen kleinen Supermarkt. Dort deckten wir uns mit Büffelmozzarella, Rucola, Tomaten, Salami, Brötchen und einem kühlen italienischen Bier ein.

Mit unserer Beute im Rucksack machten wir uns schließlich auf den Weg zu den Trajansmärkten. Dort angekommen haderten wir etwas mit unserer Planung. Wollten wir wirklich diesen Tag so vollstopfen und auch noch die Trajansmärkte besichtigen? Nach einer kurzen Konsultation unseres Reiseführers entschieden wir uns, uns lieber auf das Forum Romanum und den Palatin zu konzentrieren und dafür das Areal der Märkte ordentlich von außen abzulichten und bei einer eventuellen zukünftigen Reise zu besuchen.

Trajansmärkte

Trajansmärkte

 

 

W i s s e n s w e r t :  V i a  d e i  F o r i  I m p e r i a l i

Die Via dei Fori Imperiali ist eine quer durch die historischen Stätten gebaute Paradestraße. Leider hat Mussolini, dem die Via dell'Impero (ursprünglicher Name) zu verdanken ist, in seinem Wahn nicht gerade auf denkmalfreundlichen Straßenbau gesetzt. Neben Wohnhäusern wurden beim Bau, der zwischen 1924 und 1932 stattfand, auch antike Relikte zerstört.

 

Von der Via del Fori Imperiali, die Sonntags für den Straßenverkehr gesperrt ist, hatte man einen herrlichen Blick auf das Kolosseum, das Forum Romanum, die Trajansmärkte und den kapitolinischen Hügel.

Blick über die Via dei Fori Imperiali zum Kolosseum

Forum Romanum von der Via dei Fori Imperiali aus gesehen

Kapitolinischer Hügel von der Via dei Fori Imperiali aus gesehen

Nach unserem kleinen Spaziergang suchten wir uns ein schattiges Plätzchen in der Nähe des Eingangs zum Forum Romanum und machten uns über unsere italienischen Leckereien her. Apropos Essen in der Öffentlichkeit bzw. auf historischen Plätzen in Rom: Das ist nicht erlaubt! Mitte 2008 hat die Stadt Rom Essen und Trinken in der Nähe von Denkmälern und historischen Stätten verboten. Grund dafür war wohl die Vermüllung der Attraktionen. Eine Zuwiderhandlung kommt einem übrigens teuer zu stehen, pro Esser müssen meines Wissens nach 50 Euro berappt werden. Ob unser Futterplatz legal war kann ich nicht sagen, wir haben uns aber gut umgesehen bevor wir unser Essen ausgepackt haben :-) Die Verpackungen und den Restmüll nahmen und nehmen wir übrigens, falls kein (nicht überfüllter) Müllereimer zu finden ist, mit ins Hotel um sie dort zu entsorgen.