Neuseeland 2013 - Nordinsel

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15.03.2013 Te Paki Giant Sand Dunes

5 Uhr, meine bessere Hälfte ist wach. Hellwach. Da wir eh früh weg wollten und sich der Hunger meldete wurde ich kurzerhand geweckt. Nach dem wir unser Frühstück in der herrlichen Umgebung genossen hatten machten wir uns auf den Weg zu den Te Paki Giant Sand Dunes. Der letzte Teil der Strecke ging über einen Schotterweg mit schönen Querrillen - einer Rüttelpiste der allerfeinsten Art. Wir sind die zweiten auf dem Parkplatz und erst mal total geplättet. Der Name Giant Sand Dunes lässt einen schon was großes vermuten, was wir aber gesehen haben ist – wie so vieles – einfach unfassbar, atemberaubend. Riesig heißt hier wirklich riesig! Überall unglaubliche Massen an Sand, so ähnlich muss es in der Sahara sein. 

 

Te Paki Giant Sand Dunes

 

Te Paki Giant Sand Dunes, die Dünen waren gigantisch und der Sand unglaublich schön und fein

 

Te Paki Giant Sand Dunes, eines unserer Lieblingsbilder

Wir zogen unsere Flip-Flops aus und versuchten eine Düne zu erklimmen. Irgendwann wurde es uns aber zu steil und wir kehrten um. Nach etwa einer halben Stunde umherirren (auch wie in der Wüste, man verliert schnell die Orientierung) beschloßen wir, dem Te Paki Stream, eher ein Rinnsal als ein Strom, zu folgen. Teilweise mussten wir durch den eiskalten (Empfindung meiner Frau) bzw. angenehm kühlen (meine Empfindung) Bach waten um weiter zu kommen. Im Endeffekt war das Laufen durch den Bach aber für uns beide eine willkommene Abkühlung da die Sonne ziemlich vom Himmel brannte. An einer etwas flacher erscheinenden Düne versuchten wir uns erneut. Die Dünen sehen immer nur von unten wenig steil aus und der Aufstieg zog sich so lange hin, dass wir immer wieder Pausen einlegen mussten (davon mal abgesehen dass man mit jedem Schritt den man vorwärts kommt auch wieder einen halben absackt). Zum Schluß war die Düne so steil, dass wir teilweise nur noch auf allen vieren voran kamen. Der Wind nahm beständig zu und fegte uns den Sand ins Gesicht, nicht sehr angenehm für "normale" Menschen, äußerst schmerzhaft für Kontaktlinsenträger. Auf den Gipfel haben wir es schließlich doch noch geschafft, auch wenn ich nicht viel davon gesehen habe :-) Hier ein Foto vom Aufstieg, so ein Blick ist jede Mühe wert.

Te Paki Giant Sand Dunes, der Name ist Programm

Der Abstieg ging wesentlich schneller von statten und überall voll Sand traten wir den Rückzug zum Campervan an. Dort angekommen war es das erstmal für diesen Urlaubstag, meine Frau wurde durch einen Migräneanfall dahin gerafft. Während sie darnieder lag habe ich die Zeit genutzt um die Kameras, unsere Sachen und uns von Staub und Sand zu befreien (wirklich unglaublich wo der Sand überall rein kommt).