Neuseeland 2013 - Nordinsel

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14.03.2013 Cape Reinga

Auf unserer Reise durch Neuseeland waren wir zunächst Richtung Norden unterwegs, also zu den wärmeren Gefilden der Nordinsel (wobei man nicht sagen kann, dass z.B. Auckland ein kaltes Klima hätte), dem sogenannten Winterless North. Das kann für uns von der Nordhalbkugel schon sehr verwirrend sein. Nicht nur dass die Neuseeländer auf der falschen Seite fahren, nein, bei denen wird auch noch in die falsche Richtung das Klima immer wärmer. Dementsprechend sind auch die Jahreszeiten genau entgegengesetzt zu denen bei uns und es gibt ein paar Monate im Jahr, da ist es in Neuseeland genau 12 Stunden später als bei uns in Deutschland. Später erzähle ich noch mehr zu verwirrenden Neuseelandfakten, z.B. sollen die 4 verschiedenen Zeitdifferenzen, die es zwischen Neuseeland und Deutschland gibt nicht unerklärt bleiben.

Der Weg zu unserem nächsten Ziel, Cape Reinga, führte uns an unzähligen wunderschönen Buchten vorbei. Eine Bucht die uns besonders gut gefallen hat war die Cable Bay, die nicht mal in einem unserer Reiseführer erwähnt wurde. Man muss aber ganz ehrlich sagen, dass die Reiseführer den Umfang einer Enzyklopädie hätten wenn sie jede schöne Bucht nennen müssten. 

 

 

Cable Bay, Baumriese

 

Cable Bay, goldener Strand

 

An der letzten Tankstelle vor der absoluten Einsamkeit, der Winterless North ist noch dünner besiedelt als der Rest Neuseelands, tankten wir noch mal voll. In Neuseeland ist der Diesel mit etwa 1 Euro pro Liter wesentlich billiger als bei uns. So zahlten wir für die erste Tankfüllung nur 90 NZD (ca. 60 Euro). Den errechnten Verbrauch von ca. 12 Liter auf 100 km fanden wir auch nicht schlecht, mit weniger kann man so ein Automatikschiff wie unseres (die Straßensituation darf man natürlich auch nicht vergessen) fasst nicht fahren. Im Bereich Neuseeland - Informationen werde ich für die Statistik-Freaks (wie mich) eine ausführliche Tabelle mit unseren Tankdaten und den gefahrenen Kilometern anlegen (Link hinzufügen!).

Selbst die unfassbar kurvige Straße und die grandiose Landschaft konnten uns nicht davon abhalten, Cape Reinga am frühen Abend zu erreichen. Den einzigen Stop auf der Reise zum Cape haben wir dem Cape Maria van Diemen gewidmet, bei der Aussicht auf den genialen Strand konnten wir einfach nicht wiederstehen, hier die Beweisfotos:

 

Auf dem Weg nach Cape Reinga, Cape Maria van Diemen

 

Auf dem Weg nach Cape Reinga, Cape Maria van Diemen

 

Da wir schon sehr spät dran waren und wir fast schon Nebensaison hatten, waren wir ziemlich alleine auf dem Parkplatz und auf den Wegen zum Cape. Wir fühlten uns wie am Ende der Welt. Hinter uns die Wege und Wälder, vor uns steil abfallende Klippen und nur das endlos erscheinende Meer. Den Leuchtturm, der in allen Reiseführern abgebildet ist, gab es tatsächlich. Wir hätten ihn uns nur größer vorgestellt, schön war er trotzdem.

 

Cape Reinga, Blick über das Cape, Leuchtturm in der Ferne

 

Cape Reinga, Wilde Küste

 

Am Cape treffen die türkisfarbene Tasmanische See und der blaue Pazifik aufeinander und man sieht deutlich, wo die beden Meere aufeinander treffen (das Wasser vermischt sich auf Grund der unterschiedlichen Dichte nicht miteinander). Die Sonne war an diesem Abend schon so tief und gleisend, dass man dieses Schauspiel auf dem offenen Meer auf unseren Fotos fasst nicht sieht. Auf diesem Foto einer kleinen Bucht sieht man allerdings ganz schön, wie die türkisene Tasmanische See an den Strand brandet und vom blauen Pazifik umspült wird.

 

Cape Reinga, Felsklippe und Sandstrand

 

Cape Reinga, Blick zum Leuchtturm

 

Cape Reinga, Leuchtturm

 

Cape Reinga, Wegweiser mit Entfernungen

 

Cape Reinga, Sandstrand und Brandung

 

Nach unglaublich vielen geschossenen Bildern kehrten wir schweren Herzens der Szenerie unsere Rücken zu und gingen zurück zum Camper um uns ein Nachtlager zu suchen. Auf einem Hinweisschild entdeckten wir einen nahe gelegenen Campingplatz vom Department of Conservation, der neuseeländischen Naturschutzbehörde. Über das ganze Land verteilt gibt es solche DoC Plätze, die allesamt eine sehr spartanische Ausstattung, nämlich meistens nur eine Toilette (oftmals ohne Spülung, quasi ein XXL-Dixiklo) und einen oder mehrere Tische haben. Diese Plätze sind dafür meistens mehr als die Hälfte günstiger als reguläre Campingplätze und liegen oft an landschaftlich besonders attraktiven Punkten. So auch dieser. Die fahrt zur Tapotupotu Bay, wie der Camping Platz und die dazugehörige Bucht heißt, verlief über eine 3 km lange Schotter-/Serpentinenpiste und war sehr abenteuerlich.

 

Fahrt zur Tapotupotu Bay