Mexiko 2008

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07.11.2008 3. Rundreisetag - Uxmal

Wir haben fast durchgeschlafen, mein Schatz war gegen 5 Uhr mal kurz wach, konnte aber wieder einschlafen. Zum Frühstück gab es reichlich Auswahl, allerdings nur für Normalsterbliche, die Zucker vertragen. Meine Frau dagegen kann keine Rühreier mit Brötchen mehr sehen.

Bei Tageslicht sieht Uxmal (gesprochen Usch-mahl) noch viel beeindruckender aus. Zunächst haben wir uns jedoch das Besucherzentrum angesehen. Dort gab es auch ein kleines Museum, in dem man einige besonders schöne Steinfiguren betrachten konnte.

Eine Steinfigur im Museum von Uxmal.

Unsere eigentliche Führung begann bei der Pyramide des Zauberers. Die Piramide del Adivino besitzt, im Gegensatz zu den meisten anderen Maya-Pyramiden, abgerundete Ecken und wurde in mehreren Bau- und Erweiterungsphasen bis zum heutigen Aussehen ausgebaut. Ihren Namen erhielt die Stätte durch eine Legende in der ein Zauberer die Pyramide innerhalb einer Nacht erschuf.

Die Pyramide des Zauberers

Unser zweiter Stopp fand an der Rückseite der Pyramide, dem so genannten Vogelplatz, statt. Unser Reiseleiter hatte immer viele Informationen zu den verschiedenen Gebäuden parat, leider viel zu viel um sich alles merken zu können. Wer sich auch später noch an dem Wissen erfreuen möchte sollte ein Tonbandgerät mitnehmen und alles aufzeichnen. Wir haben einen Großteil der Informationen bereits wieder vergessen. Die Rückseite der Pyramide und der Übergangsbereich waren reich verziert mit Monstermasken, Vögeln und verschiedenen Mustern. Auf dem weiteren Weg zum Nonnenviereck konnten wir auch schon mal einen Blick auf den Ballspielplatz werfen. Welchem Zweck das Nonnenviereck diente kann man nur mutmasen, es könnte Theater, Krankenstation, Schule, Psychatrie oder auch alles zusammen und noch viel mehr gewesen sein. Auch hier gab es wieder viele wunderschöne und gut restaurierte Steinarbeiten zu sehen, im Allgemeinen machten die Bauwerke in Uxmal auf uns einen sehr gut erhaltenen und gepflegten Eindruck.

Nonnenviereck

Während mir die Beschreibung der vorhergehenden Maya-Stätten recht leicht fiel, tue ich mich bei Uxmal richtig schwer. Es gäbe wirklich einiges zu erzählen über die verschiedenen Bauwerke und -phasen, aber es ist einfach zu viel und es gibt auch keine hervorstechenden Highlights wie z.B. in Chichen Itza. Außerdem weichen die angegebenen Jahreszahlen für die Erbauung teilweise erheblich voneinander ab. Hier eine auch für mich zufriedenstellende Aussage zu treffen ist mir unmöglich. Deshalb lasse ich den geschichtlichen Teil, mit dem ich die Berichte über die bisher besuchten Stätten etwas aufgelockert hatte, einfach weg.

Spielfeld

Unser weiterer Weg führte durch den obligatorischen Ballspielplatz zur Hauptpyramide. Von der Hauptpyramide wurde nur die Treppe rekonstruiert, der Rest ist noch in ursprünglichem Zustand. Der Ausblick von diesem Bauwerk ist fantastisch und man kann im Dschungel noch einige völlig unberührte Ruinen ausmachen.

Unrestaurierte Seite der Hauptpyramide

Chimez-Tempel im Dschungel

Nachdem wir den Ausblick einige Zeit genießen durften ging es weiter zum Gouverneurspalast und zum Schildkrötenhaus. Der Gouverneuspalast ist ein lang gestrecktes, reich verziertes Gebäude und liegt auf einem Erdwall über den umliegenden Stätten. Das Schildkrötenhaus ist ringsum mit den gepanzerten Echsen verziert und liegt eine Ebene unter dem Palast. Der Gouverneurspalast war sehr beeindruckend und der Ausblick von der Ebene des Palastas auf die Pyramide des Zauberers war fantastisch. Ich denke die folgenden Fotos sprechen für sich:

Gouverneurspalast

Die Pyramide des Zauberers

Sollte es in Vergessenheit geraten sein bzw. ein Hinweis an Leser die hier erst eingestiegen sind: Weitere schöne Bilder, nicht nur von Uxmal, sind in der Bildergallerie zu finden.

Uxmal war die weitläufigste Anlage, die wir besichtigt hatten. Wie bereits weiter oben geschrieben, waren die Gebäude meist sehr gut restauriert und das Gelände machte ebenfalls einen sehr gepflegten Eindruck. Uxmal ist auf verschiedenen Ebenen erbaut, dadurch und durch den Umstand, dass man die Hauptpyramide noch betreten darf, konnten wir die Stätten immer wieder aus anderen Blickwinkeln betrachten.