Mexiko 2008

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04.11.2008 Anreise nach Mexiko

Nachdem wir unsere Wohnung urlaubsfertig gemacht hatten, ging es um 10 vor 8 los in Richtung U-Bahn-Station Nieder-Eschbach. Von dort bis zur Hauptwache und nach einem Wechsel des Transportmittels weiter mit der S8 zum Flughafen. Die Kontrollen am Flughafen hatten wir ziemlich schnell hinter uns. Dafür durften wir beim Boarding ein bisschen länger warten, wir gingen an Board als unser Flug eigentlich gerade abheben sollte. Da noch nicht alle Gepäckstücke verladen waren (die Flüge nach Mexiko sind anscheinend Sammelflüge, wir hatten zumindest ziemlich viele unterschiedliche Nationen an Board, die alle schon eine Anreise mit dem Flugzeug hinter sich hatten) zog sich auch die Zeit bis zum Start noch etwas hin. Um kurz nach elf war es dann soweit, wir starteten in Richtung Mexiko und ein 12 Stunden Flug stand uns bevor (DE-2156 mit Condor).

Der Flug verlief ohne Zwischenfälle und das Angebot an Nahrung und Getränken war ganz OK, hat einen aber nicht so wirklich vom Hocker gehauen (meine Eltern, die im Frühjahr 2007 mit Condor in Thailand waren, erzählten uns nach dem Urlaub, dass das Angebot bei ihrem Flug noch wesentlich umfangreicher und besser war). Meine persönlichen "Highlights" bei dem Flug waren die Eisschollen im Atlantik, Kanada und der Anflug auf Cancun. Gelandet sind wir um 15:45 Uhr Ortszeit, bzw. 22:45 Uhr nach deutscher Zeit, die Verspätung haben wir also locker wieder rein geholt.

Anflug Cancun

Obwohl wir als eine der Ersten eingecheckt hatten, wurde unser Koffer ziemlicht flott geliefert und wir konnten uns gleich bei der Passkontrolle anstellen. Dort gab es das übliche Prozedere: Pass betrachten, abscannen, Stempel reinklatschen, Einreiseformulare abstempeln und weiterwinken. Um flüssig zu sein haben wir am Flughafen erst einmal 50 Euro in Peso getauscht und anschließend gleich 200 Peso in eine Telefonkarte investiert, um unser Überleben den Daheimgebliebenen mitzuteilen. Ein Euro war am Flughafen übrigens 14 Peso wert, das ist kein guter Tauschkurs, aber um erst mal flüssig zu sein ganz OK. Beim Verlassen des Flughafens sieht man hordenweise uniformierte "offizielle" Kofferschlepper. Einer hat uns dann auch angesprochen, nach unserer Reisegesellschaft gefragt, netterweise den Koffer gezogen, uns 30 Meter zu einer Frau (hinter der ein riesen Schild mit Neckermann stand, also kaum zu übersehen war) geführt, die perfekt deutsch sprach, anschließend noch unseren Koffer weitere 10 Meter zu einem Bus gezogen, dort den Koffer dem Busfahrer übergeben und anschließend... richtig, die Hand aufgehalten. Ich war natürlich drauf vorbereitet und hab dem Typen ein, meiner Meinung nach, 10 Peso Stück in die Hand gedrückt, er schaut sich die Münze an und fängt das Rummaulen an, dass das ja nur 50 amerikanische Cent wären und blablabla... Ich hab mir gedacht, lern doch erst mal rechnen und außerdem selbst wenn es nur 50 Cent wären, das wäre für die 3 Minuten Arbeit mehr als genug Trinkgeld. Im Bus hab ich dann noch mal mein Kleingeld durchgesehen und ich hab ihm tatsächlich aus Versehen nur ein 5 Peso Stück gegeben. Aber wie bereits geschrieben, die Kritik war keinesfalls berechtigt, die erbrachte Dienstleistung war erstens ziemlich minimal und zweitens auch noch absolut unnötig. Am Ende des Reiseberichtes werde ich mich noch genauer mit dem Thema Touristennepp beschäftigen.

Nachdem alles im Bus verstaut war wurden wir zu unserem ersten Hotel transferiert. Unser Reiseführer hieß Ricardo, Kind einer österreichischen Mutter und eines mexikanischen Vaters (was zu einem wunderhübschen Dialekt zusammenfindet). Unser Begleiter war sehr sympathisch und stimmte uns während der Fahrt schon mal auf die nächsten Tage ein. Unsere Bleibe für diese Nacht war das Hotel Oasis-America in Cancun und auf der Fahrt konnten wir schon mal die mexikanische Landschaft bestaunen.

Als wir am Hotel ankamen wurde es bereits dunkel (die Sonne scheint hier ziemlich genau von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends und geht schnell auf und auch schnell wieder unter) und nach einem kurzen Begrüßungsdrink (leider viel zu Süß) durften wir auch schon unsere Zimmer beziehen.

Blick aus Hotelzimmer Hotel Oasis America, Cancun

Das Abendessen war geschmacklich ganz OK aber alles andere als warm. Als Vorspeise gab es eine Lauchsuppe, die das Highlight des Abends war, die Hauptspeise bestand aus einem Hähnchenschnitzel und einem undefinierbaren Püree (konnte man essen) und als Nachtisch wurden Schoko-Cremeteilchen serviert, die ich leider nicht runterbekam. Meine Frau konnte, dank ihrer Fructosemalabsorption, leider nicht so viel essen, sie musste sich dann später noch an den im Oxxo gekauften Keksen gütlich tun.

Nach dem Essen haben wir noch Emails geschrieben, geduscht und um 21:45 Uhr sind wir ins Bett gefallen.

 

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