Florenz 2009

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19.09.2009 Boboli Garten

Leider hielt das Brötchen nicht sehr lange an, nach etwa 10 Minuten (:-)) versorgten wir uns in einem Supermarkt mit einem leckeren Focaccia (danach wars dann aber gut) welches wir auf dem Platz vor dem Palazzo Pitti verspeisten. Dort hatten wir dann wieder die Entscheidung zu treffen ob wir uns komplett ausnehmen lassen und alles besichtigen wollen, oder ob wir nur die Gärten oder nur den Palast mitnehmen. Wir haben uns schließlich für die Außenanlagen entschieden, so wie wir gelesen haben sollten diese recht ansehnlich sein und außerdem waren bei dieser Eintrittskarte auch einige kleinere Museen auf dem Gelände inkludiert.

Eines muss ich gleich vorweg los werden: Der Garten war schön und er war auch sehenswert aber so richtig konnten wir dem ganzen nichts abgewinnen, zumindest nicht zu dem verlangten Preis. Ohne die Highlights (Beschreibung kommt noch) wäre der Besuch mehr als langweilig geworden. Anscheinend muss man schon Liebhaber von historischer Gartenarchitektur (die ja anscheinend, so haben wir gelesen, für damalige Zeiten äußerst spektakulär gewesen war) sein. Wie auch immer, für uns stand fest dass jede toskanische Landschaft spektakulärer ist als dieser wirklich sehr mäßig bepflanzte Park. Auch die altertümlichen, im Gelände verteilten, Statuen konnten diesen Eindruck nicht wett machen. Die moderne abstrakte "Kunst" die überall zu sehen war machte den Garten auch nicht hübscher, eher das Gegenteil war der Fall. Aber genug des Lästerns im nächsten Absatz bin ich brav und beschreibe die Highlights der Besichtigung.

Erste kleinere Höhepunkte auf dem Weg nach oben (der Garten liegt an einem Hang) waren der Neptunbrunnen und die Aussicht auf Florenz und den Palazzo (wobei diese nicht mit der vom Piazzale Michelangelo mithalten konnte). Nachdem wir die oberste Ebene erklommen hatten ging es über Treppen auf eine Art Terrasse mit kleinen Heckchen, dort gab es neben einem Porzelanmuseum einen wunderschönen Blick über toskanische Landschaft (Highlight No. 1 - die Landschaft, nicht die Ausstellung ;-)). Da es schon relativ spät war und wir auf jeden Fall noch Highlight No. 2 sehen wollten ging es auf direktem Weg weiter zur Grotta del Buontalenti. Nachdem wir die Grotte ausgiebig besichtigt hatten widmeten wir uns dem Rest der Anlage. Erwähnenswert sind wohl noch ein Kaffeehaus im Wiener Stil und ein großer Brunnen. Die kleineren Museen die man besuchen durfte trugen leider auch nicht zur Aufwertung unseres Besuches bei: Das bereits erwähnte Porzelanmuseum konnte vielleicht Freaks faszinieren aber als Normalsterbliche waren wir in 5 Minuten durch; die Kostümausstellung war ganz interessant aber nicht so sehenswert dass man Stunden darin verbringen konnte. Wie auch immer, der Besuch des Boboli-Garten war für uns ein Reinfall, müssten wir die Entscheidung ein zweites mal treffen würden wir uns definitiv für den Palazzo Pitti entscheiden. Trotzdem noch ein paar schöne Bilder aus dem Park:

Neptunbrunnen

Herrliche Landschaft

Szene aus der Grotta del Buontalenti

Damit war unsere eigentliche Städtereise beendet. Meine Frau musste sich am nächsten Tag für ihr Seminar einschreiben und ich hatte 4 Tage Freizeit vor mir. Von diesen Tagen in Florenz werde ich im folgenden noch kurz berichten und zum Schluß gibt es dann noch ein Resümee.