Florenz 2009

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18.09.2009 Palazzo Vecchio, Uffizien, San Lorenzo

Nach der erfolgreich absolvierten "Kultour" ging es über den Piazza San Firenze rechts in die Via de Gondi in Richtung Piazza della Signoria. Auf dem Platz sind der Palazzo Vecchio, ein Reiterstandbild Cosimos I. de Medici, der Neptunbrunnen, Michelangelos David (Kopie), Bandinellis Herkules erschlägt Cacus und in der Loggia dei Lanzi einige weitere Statuen und Skulpturen zu finden.

Palazzo Vecchio im Gegenlicht

Bandinellis Herkules erschlägt Cacus vor dem Palazzo Vecchio

Gegen ein entsprechendes Eintrittsgeld hätte man den Palazzo Vecchio auch besichtigen können, von Gemälden, Bildhauereien und historischer Einrichtung hatten wir an diesem Tag jedoch bereits genug gesehen. Auch die Uffizien, die direkt an den Piazza della Signoria anschließen, haben wir aus diesem Grund nur von außen besichtigt. Im Außenbereich der Uffizien wurden einigen berühmten Künstlern Denkmäler in Form von Statuen gesetzt.

 

W i s s e n s w e r t

Der Palazzo Vecchio hieß ursprünglich Palazzo della Signoria, benannt nach der Regierung der Republik. Der Bau  des für das Parlament bestimmten Gebäudes begann 1299 und endete 1314. Der 94 Meter hohe, nach seinem Erbauer genannte, Arnolfo-Turm prägt das Stadtbild wesentlich und ist weithin sichtbar. Im Jahre 1540 wurde der Palazzo zum Regierungspalast von Herzog Cosimo I. und umgebaut und renoviert, heute ist dort das Rathaus untergebracht.

Die 1559 bis 1581 erbauten Uffizien beherbergen heute eines der berühmtesten Museen der Welt, waren jedoch ursprünglich für die Unterbringung von Ämtern und Ministerien gedacht. Schon zur damaligen Zeit war in einem Teil des Gebäudes die Kunstsammlung der Medices untergebracht. Die Kollektion wurde etwa bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts erweitert und erlangte durch Mundpropaganda auch über Florenz hinaus Berühmtheit.

 

Nachdem wir die Künstler an den Uffizien genügend gewürdigt hatten ging es weiter zum Arno. Von der Uferpromenade hat man einen herrlichen Blick auf die grüne(re) Seite von Florenz und die berühmte Ponte Vecchio, dazu jedoch später mehr. Unser nächstes Ziel war die florentiner Einkaufsmeile, auf dem Weg dorthin besuchten wir die Kirche Santo Stefano al Ponte (muss man ehrlich gesagt nicht gesehen haben). Der Mercato Nuovo verleitete uns zu einem kurzen Bummel durch die dort untergebrachten Ständchen, neben Andenken gab es vor allem Handtaschen und andere Damenaccessoires. Nur ein paar Straßen weiter besichtigten wir die Kirche Orsanmichele, ein Bauwerk welches früher auch als Getreidespeicher genutzt wurde, weshalb es für eine Kirche eine sehr ungewöhnliche Form besitzt, es ist quadratisch. An der Außenmauer waren in Nischen einige Heiligenstatuen untergebracht, darunter Werke von Donatello und Ghiberti. Der Wildschweinbrunnen, am Mercato Nuovo, durfte auf unserer Tour natürlich nicht fehlen. Das Schwein heißt übrigens Porcellino und wer die Schnauze berührt kommt bald wieder zurück nach Florenz, außerdem  soll es Glück bringen weshalb der Brunnen bei den Einheimischen sehr beliebt ist.

Mercato Nuovo Porcellino

Unsere nächsten Stationen, der Palazzo Davanzati, der Palazzo di Parte Guelfa, die Kirche Santi Apostoli,  die Kirche Santa Trinita und der gleichnamig Piazza, der Palazzo Strozzi, die Kirche San Gaetano und die Edeleinkaufsmeile  Via de Tornabuoni, waren nicht sehr spektakulär aber da sie auf dem Weg lagen haben wir mal kurz vorbei geschaut und 1-2 Fotos geknippst.

Den Abschluß dieses Tages bildeten die Basilica di San Lorenzo und die Cappelle Medicee. Die Bauten waren durchaus sehenswert und auch die Gallerie in der Cappelle Medicee soll einen Blick Wert sein, wir waren jedoch Müde und auch ein bisschen Reizüberflutet so dass wir nur eine kurze Außenbesichtigung vorgenommen haben.

Basilica di San Lorenzo mit der Kuppel der Cappelle Medicee im Hintergrund

Nach einem leckeren Essen in einem gemütlichen kleinen Restaurant und einer Dusche sind wir ins Bett gefallen.