Florenz 2009

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20. - 24.09.2009 Uni und Freizeit

Der 20. September (Sonntag) war ein unspektakulärer Tag. Wir haben etwas länger geschlafen und nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Weg zur Uni damit sich meine Frau für ihr Seminar einschreiben konnte. Aber ein bisschen was haben wir dann doch erlebt. Wir haben zum Beispiel gelernt dass lecker aussehende Brote nicht unbedingt lecker sein müssen. Gekauft haben wir uns ein sogenanntes Pane Toscano, ein verdammt gut aussehendes aber leider steinhartes und salzloses Brot. Dazu gab es Tomaten und Mozzarella (und einen steifen Arm vom Schneiden :-)), also die perfekte Beilage für unglaublich geschmackloses Backwerk., unser kleiner Salzstreuer den wir dabei hatten ging bei diesem Mittagessen leider komplett drauf. Nachdem ich jetzt recherchiert habe weiß ich natürlich auch dass man dieses Brot normalerweise zu sehr deftigen Speisen isst (dazu hätte es wirklich wunderbar gepasst, und ein richtiges Brotmesser wäre eine feine Sache gewesen), man lernt halt nie aus.

Am Abend gab es dafür eine verdammt leckere Pizza und die nächste Erkenntnis: Der typische Norditaliener (Florentiner?!?) trinkt zum Essen ein Bier (keinen Wein), so haben wir es zumindest in dieser Pizzeria gesehen (in der wir auch noch ein zweites mal waren und da war es genau so).

Der Montag war dann erster Seminartag und ich hatte jede Menge freie Zeit. Ich habe in den Tagen viel gelesen, Nintendo DS gespielt, die Gegend nach Gelegenheiten für ein Mittagessen erforscht und zwei Wanderungen unternommen. Von den Wanderungen möchte ich im nächsten Abschnitt noch erzählen, dann ist der Reisebericht auch schon am Ende angelangt.

Die erste Wanderung am 21. war noch etwas zaghaft. Ich wollte bis zur Mittagspause wieder zurück sein und traute mich deshalb nicht so weit raus, zu einer ersten Erkundung hat es jedoch durchaus genügt. Doch wo waren wir überhaupt und wo bin ich hin? Ausgangspunkt war die Abteilung für Biochemie der Universität Florenz in der Viale Morgagni 50 und von dort die Straße weiter Stadtauswärts bis an eine T-Kreuzung, wo ich rechts abgebogen bin. Weiter ging es dann links in die Viale Gaetano Pieraccini, vorbei am Universitätsklinikum immer weiter Bergauf bis die Besiedlung dünner wurde. Da ich die relativ viel befahrene Pieraccini nicht weiter wollte wählte ich eine gemütliche kleine Straße (Via Cosimo il Vecchio) rechter Hand für den weiteren Spaziergang. Der Weg führte vorbei an hübschen Gärten und durch Ansammlungen uriger Häuschen. Nachdem ich die Umgebung einige Zeit genossen hatte machte ich mich wieder auf den Rückweg und nahm mir fest vor noch mal zu kommen um weiter den Berg hinauf zu wandern.

Am nächsten Tag wanderte ich wieder die gleiche Strecke, diesmal wollte ich allerdings wesentlich weiter kommen. Da ich mich schon auskannte benötigte ich auch nicht mehr so lange um aus der Stadt raus zu kommen und in die herrliche toskanische Landschaft oberhalb Florenz' einzutauchen. Auf einer rustikalen Straße ging es entlang von Olivenhainen, mehr oder weniger alten Häusern mit teilweise sehr schönen Gärten, alten Bauernhöfen und durch Wald, erst den Berg hinauf und schließlich hinab in ein Tal mit einer kleinen Siedlung. Ich weiß nicht mehr genau welche Straßen ich entlang gelaufen bin aber ich denke das ist auch egal, dort oben schien alles recht sehenswert zu sein. Aber genug der Worte, ich lasse lieber die Bilder sprechen:

Blick auf ein Dorf und Berglandschaft

Schöne kleine Straße und Olivenbäume

Ortseinfahrt

Mit diesen Erlebnissen war unsere Reise auch fast schon zu Ende, zumindest soweit es das Erzählenswerte betrifft. Meine Füsse waren zwar (noch) nicht wund aber ich wusste genau dass ich nach einer weiteren Wandertour nicht mehr wirklich gut zu Fuss gewesen wäre (und wir mussten schließlich noch zwei weitere Tage den etwa einstündigen Marsch vom Hostel zur Uni und wieder zurück schaffen).

Am Tag vor unserer Heimreise haben wir schließlich noch die Kirche Santa Maria Novella in der Nähe des Bahnhofs entdeckt, leider waren wir für eine Besichtigung aber schon zu spät dran. Die Heimreise verlief ohne Probleme und schneller als uns lieb war hatte uns das schlechte Wetter und der Alltag wieder. Mit einem Bild der Kirche Santa Maria Novella und einer schönen Aufnahme vom Unigelände möchte ich den eigentlichen Reisebericht abschließen. Ich hoffe das Lesen hat Spaß gemacht. Wer Kritik anzubringen hat kann dies gerne über das Kontaktformular (im Moment nicht verfügbar!) erledigen, ich bin über jedes Feedback froh das ich bekomme.

Ein altes Haus spiegelt sich in der modernen Fassade der Universität

Kirche Santa Maria Novella