Babyblog

Stoffwindeln – welche nehmen…?!

Die Entscheidung, es mit Stoffwindeln versuchen zu wollen ist gefallen. Aber welche???

Nachdem ich mich etwas umgesehen habe bin ich auf gDiapers (auch gNappies genannt) gestoßen und habe mich auf Anhieb in diese wundervollen Windeln verliebt. Und die blieben mir auch ständig im Hinterkopf, jedoch wollte ich zunächst abwägen, welches System für uns am besten geeignet erscheint.

Beschäftigt man sich mit Stoffies, so tauchen plötzlich Begriffe wie All-in-One (AIO), All-in-Two (Ai2), All-in-Three (Ai3), Pocketwindeln, Hybridwindeln, Höschenwindeln, Überhosen, Einlagen, Booster, Prefolds und dergleichen auf. Hilfe. ;)

Mal ganz davon abgesehen, dass es Eingrößenwindeln, also Windeln, die von Anfang an bis zur Töpfchenzeit passen, oder Mehrgrößenwindeln, also Windeln in verschiedenen Größen je nach Gewicht, gibt.

Unzählige Hersteller vergrößern die Entscheidungsschwierigkeiten ebenso wie die Entscheidung ob Druckknöpfe oder Klettverschluss.

 

Beginnen wir mit dem „Einfachen": Druckknöpfe oder Klettverschluss?

Auf den ersten Blick erschienen mir Druckknöpfe „besser". In Hinblick darauf, dass die Kleinen ja mal größer werden dachte ich mir ist es schwieriger für sie, Druckknöpfe an Windeln zu öffnen als Klettverschluss. Ich kann mir sogar vorstellen, dass Klettverschlüsse eine quasi magische Anziehungskraft auf kleine Kinderhände haben. Da es mein erstes Kind ist kann ich nicht beurteilen ob das tatsächlich so ist oder ob ich mir einfach viel zu viele Gedanken mache. ;)

Auf den zweiten Blick fand ich jedoch Klettverschlüsse super. Besonders für mich vom Handling her. ;) Auch dachte ich mir, dass es vielleicht für so kleine Knirpse, die ja – zumindest anfangs – eine beträchtliche Zeit einfach nur rumliegen, angenehmer ist dies auf einem Kletterschluss zu tun als auf drückenden Knöpfen.

Ok, unentschieden, ich habe mich also für Windeln mit Druckknöpfen und Windeln mit Klettverschluss entschieden. ;) Ich werde testen was bei uns besser passt und danach weitere Windeln kaufen.

 

Eingrößenwindeln (mitwachsende Windeln) oder mehrere Größen...?

Mitwachsende Windeln werden in ihrer Größe zumeist über Druckknöpfe reguliert. Großer Vorteil dieses Systems ist natürlich, dass eine Windel quasi von der Geburt bis zur Töpfchenzeit passt (zumindest theoretisch ;)). Hierdurch ergibt sich eine wirklich nicht zu verachtende Kostenersparnis, da nicht ständig neue Windeln angeschafft werden müssen. Vorteilhaft erscheint mir dieses System auch, wenn man gleichzeitig mehrere Kinder unterschiedlicher Größe zu wickeln hat. So kann man diese Windeln für beide Kinder nutzen. Jedoch kann ich mir irgendwie nicht so recht vorstellen, dass diese Windeln wirklich immer so gut passen... Und ich denke, dass gerade bei den ganz Kleinen der Windelpopo doch immens groß wird, die überschüssigen Windelteile müssen ja irgendwo hin. ;)

Windeln in mehreren Größen erscheinen mir besser hinsichtlich der Passform, ob das tatsächlich so ist werden meine Praxistests zeigen. ;)

Ihr könnt es euch denken. ;) Ich habe etwas von beidem bestellt. :D

All-in-One (AIO), All-in-Two (Ai2), All-in-Three (Ai3), Pocketwindeln, Hybridwindeln, Höschenwindeln, Überhosen oder HILFE...! :)

Mullwindeln + Überhose:

Das System, an das besonders meine Mutter und meine Schwiegermutter gedacht haben als ich das erste Mal Stoffwindeln erwähnt hatte war: Eine Mullwindel mit einer Windelklammer am Kind befestigen, Überhose drüber, fertig. Ja, dieses System gibt es immer noch, kam (und kommt) aber für mich nicht in Frage. ;) Natürlich hat man hierbei die geringsten Anschaffungskosten, aber mir erscheint das Ganze nicht so komfortabel wie ich es gerne hätte. Ich stelle mir dieses ständige Falten, besonders zu früher Morgenstunde, gerne auch total übernächtigt, nicht sehr angenehm vor.

All-in-One (AIO) Windeln:

Diese Windeln haben wohl die meiste Ähnlichkeit mit Wegwerfwindeln (WWW). Man hat eine Außenwindel und schon fertig eingenäht (oder eingeknöpft) in diese sind verschiedene Einlagen. Man nimmt einfach die AIO, legt sie an, fertig. Am Ende wird sie wieder entfernt und muss komplett gewaschen werden. Das ist für mich der größte Nachteil an diesem System, ich stelle mir hierbei riesige Wäscheberge vor und dass diese doch recht kompakten Windeln sehr lange zum Trocknen brauchen. AIOs gibt es auch als Pocketwindeln, also als Windeln, die noch eine zusätzliche Tasche haben, in die verschiedene Einlagen gesteckt werden können. Ich kann mir AIOs aufgrund des Waschfaktors irgendwie nicht so recht für uns vorstellen... Andererseits erscheinen sie sooooo schön einfach... Hm, ok, eine bestellt. ;)

All-in-Two (Ai2) Windeln:

Dieses System ist schon etwas flexibler als AIO. Man hat eine Außenwindel und in diese können verschiedenste Einlagen, je nach Anforderung, eingebracht werden. Je nach Hersteller in kleine Taschen oder auch per Druckknopf oder Klettverschluss. Größter Vorteil dieses Systems erscheint, dass die Außenwindel und die Einlage getrennt voneinander gereinigt werden können. Ist nur ein kleines Geschäft in die Windel gegangen, so entfernt (und wäscht) man die Einlage, die Außenwindel kann kurz ausgewischt (evtl. etwas ausgelüftet) und im nächsten Durchgang direkt wiederverwendet werden ohne sie in die Waschmaschine zu stecken. So werden die Einzelteile viel schneller trocken als bei AIO Systemen. Dieses System überzeugt mich schon deutlich mehr! Ich habe einfach die Hoffnung, dass oftmals nur die Einlage gewechselt werden muss und ich die Außenwindel mehrmals verwenden kann. Ob sich das so bewahrheitet, mal sehen. ;) Jaja, bestellt.

All-in-Three (Ai3) Windeln:

Ai3 bestehen aus seiner Außenwindel, die aus einem atmungsaktiven Stoff ist, einer Innenwindel, die in der Außenwindel befestigt wird (PUL beschichtet) und Einlagen, die in die Innenwindel kommen. Wie bei Ai2 können, je nach Verschmutzungsgrad, die einzelnen Teile getrennt voneinander gewaschen und bei Bedarf mehrmals verwendet werden.

Wo jetzt genau der Vorteil einer Ai3 gegenüber einer Ai2 liegt... Dahinter bin ich noch nicht gekommen, aber ich forsche weiter. Da aber die gDiapers ein Ai3 System darstellen und ich hoffnungslos in diese verliebt bin habe ich hiervon etwas bestellt. ;)

Höschenwindel + Überhose:

Könnte man auch als Ai2 System bezeichnen. ;)

Man hat eine Höschenwindel, die komplett aus saugfähigem Material besteht. Hierüber kommt eine Überhose, die als Auslaufschutz dient. Meistens wird wohl nur die Höschenwindel getauscht während die Überhose mehrmals verwendet werden kann. Die gängigsten Überhosen sind aus Wolle, diese kann man wohl sehr lange wieder verwenden, oder aus PUL (Polyurethane Laminate) und kann sie mehrmals, mit eventuellem Auswischen, wieder verwenden. Als Überhose kann man beispielsweise auch eine Ai2 Windel verwenden!

Wenn man sich die Bilder im Internet ansieht erscheinen diese Höschenwindeln unglaublich kuschelig und weich und quasi prädestiniert für die Nacht, zumal sie sehr saugfähig sein sollen. Einmal bestellt. ;)

Hybridwindeln:

Sind eigentlich einfach Windeln, in denen man wiederverwendbare Einlagen oder aber Wegwerfeinlagen verwenden kann. Finde ich sehr praktisch. Gerade wenn ich an Urlaub oder Krankheiten denke kann ich mir Wegwerfeinlagen gut vorstellen!

Passend dazu wurden einige Einlagen bestellt. Das klingt jetzt so, als ob ich wild alles zusammen bestellt hätte. ;) War aber nicht so. Stattdessen bin ich auf ein tolles Set gestoßen, in dem verschiedene Windeln enthalten sind, nämlich hier:

http://www.stoffywelt.de/product_info.php?info=p313_neugeborenen-testpaket--4-windeln--2-ueberhosen---zubehoer-.html (der Kontakt ist übrigens SEHR nett und schnell!!!)

Und da drauf warte ich jetzt voller Vorfreude!

Schwanger sein in München...

Coming soon!

Wo soll die Prinzessin schlafen???

Coming soon!

Einmalwindel oder Stoffwindel, das ist hier die Frage...

Noch knapp eine Woche und unsere Kleine soll da sein. Und seit Wochen – ach was sage ich – seit Monaten mache ich mir Gedanken über das Wickeln. Also nicht über das Wickeln an sich, sondern eher darüber, mit WAS wir wickeln wollen.


Prinzipiell stehen zwei „Systeme" zur Auswahl: WegWerfWindeln (WWW) oder Stoffwindeln (Stoffies). Wer mit was wie sein Kind wickelt muss natürlich jeder selbst entscheiden, aber ich für meinen Teil habe mir gründlich Gedanken zu diesem Thema gemacht und bin für mich bzw. uns, denn mein Mann trägt diese Entscheidung zum Glück mit und steht hier voll und ganz hinter mir, entschieden, dass wir es mit Stoffwindeln versuchen wollen. Dies hat einige Gründe:

 

  • Nimmt man an, dass ein Kind etwa 3 Jahre mit WWW gewickelt wird hat man einen Müllberg von etwa 1 TONNE erzeugt. Nur mit Windeln. Unfassbare Mengen Müll für mich.
  • Es wird geschätzt, dass WWW etwa 350-400 Jahre zum „verrotten" brauchen. „Geschätzt" deswegen, da es die WWW noch nicht so lange gibt und man daher nicht auf Referenzwerte zurückgreifen kann.
  • WWW sind für mich Chemie pur. Superabsorber und wer weiß was da noch alles drinnen steckt... Nein danke. Da ich selbst (und leider auch mein Mann) mit Hautproblemen gestraft bin ist die Gefahr recht groß, dass auch der kleine Bauchzwerg damit zu kämpfen haben wird. Da erscheinen mir Naturmaterialien, die ich in Stoffies verwenden kann deutlich geeigneter.
  • Viele Leute führen noch einen Kostenfaktor an, denn auf Dauer sind Stoffies (wenn man nicht gerade in einen Kaufrausch verfällt) günstiger als WWW. Dieser Effekt kommt besonders zum Tragen wenn man die Stoffwindeln auch noch für weitere Kinder weiter verwendet. Dieser Punkt war für uns jedoch nicht ausschlaggebend.

Nachdem nun entschieden war, dass wir es zumindest mit Stoffies versuchen wollen stand ich vor der gefühlt unlösbaren Aufgabe zu entscheiden, WELCHES System wir nutzen wollen. Beschäftigt man sich das erste Mal mit dem Thema Stoffwindeln, so hat man leicht das Gefühl erschlagen zu werden oder im Stoffwindeldschungel verloren zu gehen, ging zumindest mir so. ;)


Da tauchen plötzlich Begriffe wie All-in-One (AIO), All-in-Two (Ai2), All-in-Three (Ai3), Pocketwindeln, Hybridwindeln, Höschenwindeln, Überhosen, Einlagen, Booster, Prefolds und dergleichen auf. Hilfe. ;)
Mal ganz davon abgesehen, dass es Eingrößenwindeln, also Windeln, die von Anfang an bis zur Töpfchenzeit passen, oder Mehrgrößenwindeln, also Windeln in verschiedenen Größen je nach Gewicht, gibt. Unzählige Hersteller vergrößern die Entscheidungsschwierigkeiten ebenso wie die Entscheidung ob Druckknöpfe oder Klettverschluss.


Im Laufe der Zeit möchte ich etwas Licht ins Dunkel der Stoffwindel-Begrifflichkeiten geben und auch auf meine ganz persönlichen Eindrücke zu verschiedenen Windeln eingehen und wünsche euch sehr viel Spaß beim Lesen!

Flott unterwegs

Coming soon!

Wickelkommode

Coming soon!

Heizstrahler...?

Coming soon.

Ein Kinderwagenkauf, der ist lustig…

… nein, eigentlich nicht. Eher nervenaufreibend. Zeitraubend. Anstrengend. Gefühlt unmöglich.

Besonders in Hinblick auf das gefühlte Überangebot der heutigen Zeit. Lufträder oder normale Räder? Handbremse? Federung? Kombiwagen? Teuer? Billig? Softtasche? Kombiwanne? Wie soll sich denn da eine Erstlingsmama zurechtfinden?

Zum Glück gibt es Stiftung Warentest. Und wie praktisch für mich, dass Stiftung Warentest just dieses Jahr einen Kinderwagentest gemacht hat. Hm, wobei so praktisch ist das für mich ja gar nicht. Stiftung Warentest beurteilt nach seinen ganz eigenen Kriterien, Kriterien, die für mich äußerst wichtig sind werden nicht beachtet. Doch dazu später mehr.

 

Gebraucht? Online? Fachmarkt?

Zunächst einmal mussten wir uns entscheiden ob wir einen gebrauchten Kinderwagen, einen neuen online kaufen oder lieber ein Fachgeschäft besuchen möchten.

Klarer Vorteil der gebrauchten Kinderwägen: Sie sind günstiger. So ein Kinderwagen kann gut und gerne in den 4-stelligen Bereich gehen, gebraucht sind sie oftmals für einen Bruchteil des Neupreises zu ergattern. Tja, Problem dabei ist jedoch, dass ich in dieser Hinsicht etwas…nunja, nennen wir es „eigen“ bin. Von einer Freundin oder einer Schwester hätte ich jetzt kein Problem einen gebrauchten Kinderwagen zu nehmen. Aber von Fremden…? Gerade was Sicherheitsdinge angeht bin ich da äußerst skeptisch. Ich weiß schließlich nicht, was die Vorbesitzer mit dem Wagen gemacht haben. Natürlich: in den meisten Fällen nichts Besonderes, ihn einfach genutzt. Aber bei meinem Glück haben sie ihn mal die Treppen runter stürzen lassen und der Wagen hat irgendwelche Beschädigungen, die zwar nicht sichtbar sind, aber die Stabilität des Wagens beeinträchtigen. Ergo: gebrauchte Kinderwägen sind für uns keine Option.

Der Online-Einkauf hat oftmals den Vorteil, dass man –mit etwas Glück- ein Schnäppchen machen kann. Natürlich nicht so günstig wie bei gebrauchten Wägen, aber evtl. doch etwas günstiger als im Fachmarkt. Außerdem kann man den Wagen bei Nicht-Gefallen innerhalb von 14 zurückgeben. Das funktioniert in den meisten Läden nicht. Tja, warum habe ich den Wagen dann nicht online gekauft? Weil es mir sehr wichtig war den Wagen vorab testen zu können. Nachdem ich den Kinderwagen meiner Schwester mehrmals geschoben habe war mir klar: den will ich nicht. Beim Laufen bin ich da nämlich ständig mit den Füßen gegen die Räder gestoßen, was mich auf Dauer äußerst genervt hat. Und solche Dinge erfährt man eben nur wenn man den Wagen TESTET - und man kann ja schlecht 20 verschiedene Wägen bestellen, testen und dann wieder zurück schicken…

Bleibt also nur der Babyfachmarkt. In der geburtenreichsten Stadt Deutschlands. Meine Freude ist quasi grenzenlos und sucht seinesgleichen. Vorteile eines Babyfachmarktes sind eindeutig, dass man die Kinderwägen testen und das mehr oder minder qualifizierte Fachpersonal Löcher in den Bauch fragen kann. „Mehr oder minder“, da man hier oftmals auf Leute trifft, die entweder eine Null-Bock-Mentalität haben und das den Kunden auch spüren lassen, oder weil sie teilweise weniger Ahnung haben als man selbst nach tagelanger Recherche im Internet. Es gibt aber auch einige (wenige) Ausnahmen, das will ich nicht leugnen, jedoch verstecken die sich so gut wie die berühmtberüchtigte Nadel im Heuhaufen…

 

Babyfachmarkt 1.0

Sei es drum, wir sind samt der künftigen Omas in einen Babyfachmarkt gefahren um uns Kinderwägen anzusehen. Hierbei haben wir auch eine nette Verkäuferin ergattert, die sich viel Zeit genommen hat. Wir haben an Wägen fast alles angesehen, was der Laden vorrätig hatte. Wichtig war uns zu Beginn beim Kinderwagen:

  • -       Das Baby soll gut und lange drinnen liegen können
  • -       Er soll sich sehr einfach ohne Gehakel zusammen klappen lassen können
  • -       Er soll möglichst leicht sein (wohnen im Hochparterre und ich muss das Teil künftig hochtragen)
  • -       Wenn es möglich ist: nicht zu teuer und hübsch.

An den meisten Kinderwägen hatten wir etwas auszusetzen: zu hässliche (weder mein Mann noch ich mögen diese neuen Retro-Chrom-Kinderwägen), zu schwer (fast alle!!!), zu wenig wendig (sollte in einer Großstadt und besonders in den öffentlichen schon sein), zu doof zum zusammen klappen (doof wenn der Wagen mal ins Auto soll).

Hängen geblieben sind wir bei einem Wagen der Firma ABC Design im eher unteren Preissegment. Sehr niedliches Design. Vom Gewicht her ok, vorteilhaft war, dass der Wagen eine Softwanne auf dem Buggyaufsatz hatte, die man einfach abnehmen und die Treppen hochtragen kann. Der Rest des Gestells bleibt unten. Bei vielen Kinderwägen, besonders den Kombikinderwägen ist eine Hartwanne enthalten. Das Problem hierbei ist meines Erachtens nach, dass das ausklipsen teilweise recht hakelig ist und die Wanne samt Kind doch sehr schwer zum Tragen ist, sie wird quasi von Treppe zu Treppe schwerer. Der ABC Wagen sah bequem aus, die Wanne erschien so groß, dass unser Engelchen längere Zeit bequem darin liegen kann. Das Zusammenklappen funktionierte auch einwandfrei. Ok, alle oberen Punkte erfüllt, trotzdem wollten wir erst einige Nächte drüber schlafen, wir hatten ja schließlich noch ausreichend Zeit bis der Ehrengast eintrifft. Warum wir uns dann schlussendlich gegen diesen Wagen entschieden haben? Erinnert ihr euch noch an den Kinderwagen meiner Schwester? Der, den ich nicht leiden konnte? Das war ein gebrauchter von ABC Designs. Und das Zusammenklappen hat mich schier in den Wahnsinn getrieben bei diesem Wagen. Natürlich weiß ich nicht, ob nur der Mechanismus bei diesem einen Wagen gehakt hat, oder ob es Standard ist, dass diese Wägen nach längerer Benutzung haken, aber ich mochte diesen Wagen dann nicht mehr. Das ist so ein ähnliches Phänomen als ob man einen Namen hört und der gefällt einem super. Irgendwann im Laufe seines Lebens lernt man dann einen unglaublich unsympathischen Menschen kennen, der eben genau diesen Namen trägt. Und schwupps: man mag diesen Namen nicht mehr… Außerdem haben mich Recherchen im Internet dazu veranlasst anzunehmen, dass der Wagen meiner Schwester da keine Ausnahme ist, der Klappmechanismus scheint da recht anfällig zu sein. Nachdem der Wagen meiner Schwester auch noch Nerv tötend gequietscht hatte war diese Marke für uns aus dem Rennen, trotz des tollen Preis-Leistungs-Verhältnisses.

 

Babyfachmarkt 2.0

Leicht frustriert liesen wir die Suche erstmal etwas ruhen, ich kann nämlich nicht behaupten, dass mir ein Einkaufsbummel samstags in heillos überfüllten Babyfachmärkten mit zum Großteil unfreundlichen Verkäuferinnen Spaß machen würde… Auf Anraten einer Kollegin meines Mannes sind wir einige Zeit später recht spontan in einen anderen Babyfachmarkt gefahren. Machte einen „leicht“ versnobten Eindruck, der Laden, aber auch die Kunden und das Personal. Naja, was soll’s, man braucht ja einen Wagen und die Auswahl erschien recht passabel. Nach einer gefühlten Ewigkeit konnten wir eine minder sympathische Verkäuferin ergattern. Macht es euch auch so einen riesigen Spaß 4-stellige Summen in Läden zu lassen, in denen ihr unfreundlich und desinteressiert behandelt werdet *ironie aus*??? Wie dem auch sei, wir erklärten der Dame unsere Wünsche und bisherigen Kinderwagen-Erfahrungen und hoben nochmals hervor, dass der Wagen LEICHT sein muss. Sie zeigte uns einige Wägen und dann kam er, der heimliche Traum meiner schlaflosen Nächte: ein HÜBSCHER, nein, sogar richtiggehend STYLISCHER Kinderwagen. Liebe auf den ersten Blick. Herzrasen. Muss. Ich. Haben. Einen Namen hat er auch, dieser Traum: Mutsy Igo. Mutsy? Noch nie gehört. Egal. Der Wagen ist unglaublich wenig, wunderhübsch, er lässt sich unverschämt leicht zusammen falten, man könnte fast sagen, er faltet sich von alleine zusammen, man kann Lufträder zukaufen, er ist sooooo hübsch (verdammt, ich wiederhole mich), er ist ein richtiges Leichtgewicht, da hat jemand richtig mitgedacht!!! Man kann ein unglaublich tolles Einkaufsnetz dazu kaufen, so dass man auch mal vernünftig viele Sachen einkaufen kann. Hab ich schon erwähnt wie leicht er ist?! Natürlich habe ich es. Ich möchte nur nicht auf die negativen Punkte und damit die Gründe eingehen warum wir uns schlussendlich unfassbar schweren Herzens GEGEN diesen Wagen entschieden haben. Und hier einige negative Gründe: Der Wagen ist fast 3-mal so teuer wie der von ABC Designs (das war kein Ausschlußkriterium, sollte jedoch der Vollständigkeit halber erwähnt sein), die Wanne erscheint aufgrund des sehr kompakten Designs doch SEHR klein und daher nicht so lange nutzbar, die Federung macht einen äußerst harten Eindruck. Da wir immer noch einige Zeit hatten bis zur Ankunft des kleinen Menschleins wollten wir mal wieder einige Nächte darüber schlafen. Und natürlich im Internet recherchieren, was wäre der moderne Mensch nur ohne Internet… Allzu viel findet man im Internet nicht über Mutsy Kinderwägen, hauptsächlich in Foren, und dann auch eher über den Mutsy Evo, quasi die Stude unter dem Mutsy Igo. Das was zumeist bemängelt wird ist die überaus harte Federung. Mutsy hat die Federung zwar mit dem Model 2015 überarbeitet, jedoch erschien sie uns im Vergleich zu anderen Kinderwägen immer noch sehr hart. Gerade wenn man mal im Wald, oder auf Kopfsteinplaster spazieren geht möchte ich doch, dass unser Kind bequem liegt und nicht eine halbe Gehirnerschütterung davon trägt. Ich weiß, vielleicht etwas übertrieben, aber die lieben Mit-Schwangeren wissen: die Hormone…

 

Babyfachmarkt 3.0

Uns blieb nichts anderes übrig, wir sind in einen dritten Babyfachmarkt gefahren, mit einer Oma und deren Freundin im Gepack. Ein wirklich riesiger Fachmarkt! Unfassbar, wie viele Menschen schwanger sind und alle wollen sie in diesem Laden einen Kinderwagen kaufen. Samstags. So wie wir. Ich bin natürlich gleich wieder auf meinen Mutsy Igo zugestürmt und habe versucht das Gehirn auszuschalten, das beharrlich darauf pochte, dass Design und Leichtigkeit nicht alles ist. Blödes Gehirn… Aber es pocht einfach immer weiter… Nach einer gefühlten Ewigkeit haben wir es irgendwie geschafft eine Verkäuferin zu ergattern und sie mit unseren Fragen bezüglich des Mutsy Igo zu nerven. Nerven ist das richtige Stichwort. Die gute Frau ist so unglaublich angenervt von ihrem Job und scheinbar von ihrem Dasein im Allgemeinen, ich glaube, ich hatte noch keine unfreundlichere Verkäuferin als sie. Ständig schaut sie in der Gegend rum, schnauft dabei theatralisch, popelt den Dreck unter ihren Nägeln heraus und antwortet einsilbig auf unsere Fragen. Ja, es ist ja auch bestimmt unmöglich, ja gar fast unverschämt, dass wir wissen wollen ob unser Eindruck uns täuscht oder ob die Federung des Mutsy wirklich härter ist als die anderer Wägen. Und für alle, die die „arme“ Dame nun in Schutz nehmen wollen: nein, es war nicht kurz vor Ladenschluss, sondern erst kurz nach Öffnung. Ja, jeder kann mal einen schlechten Tag haben, aber muss das dann SO offensichtlich zur Schau getragen werden…?! Ich finde nein. Irgendwie sind wir die Zuckerschnecke dann losgeworden und haben uns weiter umgesehen, das Herz weiterhin am Mutsy hängend. Eine andere Verkäuferin, deutlich netter, spricht uns an und wir nehmen ihre Beratung dankbar an. Sie bestätigt unseren Eindruck mit der härteren Federung und zeigt uns stattdessen ein Model der Firma Gesslein. Schick. Nicht so schick wie Mutsy Igo, aber schick. Mit Softtasche. Wendig. Nicht so –jaja, ihr könnt es euch ja denken-. Einigermaßen leicht (den Rest spare ich mir). Die nette Verkäuferin muss ihre Mittagspause nehmen und eine Kollegin übernimmt unsere Beratung. Die ist zwar nicht so nett, wirkt aber äußerst kompetent. Auch sie bestätigt unseren Eindruck von der Mutsy Federung. Damit ist Mutsy Igo eindeutig für uns aus dem Rennen, denn der Komfort unserer Maus geht der -nun den Tränen nahen- werdenden Mama über Design und Leichtigkeit. Ich frage nach ihren Erfahrungen hinsichtlich der Zufriedenheit bzw. der Reklamationen mit dem Gesslein Model. Sie erwähnt, dass hier öfter Reklamationsmeldungen eingehen als beispielsweise beim Hartan. Hartan. Auch schon gehört, aber nicht weiter verfolgt weil…äh…öhm…weil halt. Hergestellt wird der Hartan Racer gt in deutschland, das gefällt mir schon mal auf Anhieb. Er sieht ganz nett aus – nicht so hübsch wie blablabla. Er lässt sich angenehm leicht zusammen und wieder aufklappen, die Designs sind zwar etwas trist (warum gibt es eigentlich keine quietschebunten Kinderwägen für Kinder?!), aber dafür ist die Federung echt toll!!!! Als ob man ein kleines Wölkchen anstupst! Dieses Mal fällt die Entscheidung. Wir nehmen einen Hartan Racer gt mit Kombiwanne. Die ist etwas stabiler als eine reine Softtasche, aber deutlich leichter als eine Hartwanne. Zusammenfassend das für uns Positive:

  • -       Der Kombiwagen hat einen Buggyaufsatz, auf den bei Bedarf eine Babywanne befestigt wird,
  • -       Die Kombitragetasche ist schön leicht, perfekt für jemanden, der Treppen steigen muss,
  • -       Der Wagen ist wenig,
  • -       Er lässt sich sehr leicht zusammen klappen,
  • -       Die Federung erscheint äußerst wertig, und
  • -       Made in Germany.

Die Dinge, die mir nicht so gefallen: Er sieht nicht so aus wie der Mutsy Igo und ist nicht so leicht wie dieser. Wenn er etwas günstiger wäre hätte ich auch nicht nein gesagt.

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  1. Einleitung