Vegan for Fit - 30 Tage Challenge - Tag 1-7

Tag 0

Ok. Am Samstag, Tag 0 kam das bestellte Buch an. Wir überflogen die Rezepte und die Motivation, die Hintergründe, etc., schrieben uns die benötigten Lebensmittel für die ersten Tage auf und zogen los einkaufen.

Man sollte sich am besten einen Plan für die nächsten 3 Tage machen und dementsprechend einkaufen. Planen klappt bei uns aber nie so gut, da ich selten abends Lust auf das Essen habe, das wir am Vorabend geplant haben. ;) Aber naja, einen Versuch ist es mal wert.

Auf unserer Einkaufsliste standen einige für uns doch sehr ungewohnte Lebensmittel. Gepuffter Amaranth. Aja… Was’n das?! Wir versuchten unser Glück in einem großen, sehr gut sortierten Einkaufsmarkt. Die Mitarbeiter waren ausgesprochen nett und gaben ihr Bestes, unseren nicht sehr alltäglichen, scheinbar leicht ausgefallenen Wünschen nachzukommen. Trotzdem dauerte es ewig bis wir (fast) alle gewünschten Lebensmittel beisammen hatten. Ich denke, wenn man mal weiß, wo was steht, dann geht das auch schneller. Nichtsdestotrotz waren wir an diesem Tag einfach nur entnervt von dem Gesuche und Rumgelaufe. An der Kasse dachte ich, mich trifft der Schlag. Ich habe wirklich selten SO teuer eingekauft. Als wir uns noch hauptsächlich von Pasta, Brot, Gemüsebeilagen und hin und wieder Fleisch ernährt haben sind wir deutlich billiger weggekommen. Naja, mal abwarten. Wenn es meiner Gesundheit wirklich so gut tut wie erhofft, dann ist der Preis ein eher kleiner Wermutstropfen.

Als wir abends dann endlich total erledigt zuhause angekommen waren haben wir nur noch die Einkaufssachen verstaut und uns überlegt, was es morgen zu essen geben soll.

Halt nein, eines haben wir noch gemacht: wir haben unser Startgewicht notiert und abschreckende Vorher-Bilder gemacht. ;)

Tag 1 – Tag 7

Am Sonntag ging es also los. Ich kann rückblickend nur jedem empfehlen, an einem Wochenende oder wenn man Urlaub hat mit einer drastischen Ernährungsumstellung zu beginnen. Anfangs ist eben alles ungewohnt und man braucht länger für alles.

Wir wollten den ersten Tag mit einem leckeren Frühstück starten. Es gab Amaranth-Pfannkuchen mit Obst und dazu Beeren-Eis. Das Sättigungsgefühl war doch eher mäßig ;). Und eines steht für mich fest: ich mag kein Eis zum Frühstück *schauder*. Das wird definitiv nicht mein Lieblingsfrühstück!!!

Mittags gab es… Öhm… Ich muss gestehen, das weiß ich gar nicht mehr! Hat also keinen bleibenden Eindruck hinterlassen und wird es dementsprechend wohl nicht mehr geben. Abends gab es dann Auberginenrollen mit einer Füllung aus Avocado und Paprika auf einer Tomatensauce. Sehr lecker. Alles in allem zwar etwas sehr kalt für meinen Geschmack, denn ich liebe nun mal warmes Abendessen, aber naja. Die Küche sah aus wie ein Schlachtfeld, die Zubereitung von dem Zeug dauert uns bisher echt zu lange.

Was mich die ganze Zeit umtrieb: Unfassbarer, allgegenwärtiger HUNGER!!!!! Nein, ich war nicht ständig gut satt. Ich hatte Hunger und hätte wer weiß was für Zucker oder Nudeln gegeben! Das Hungergefühl wurde bei mir nach etwa einer Woche besser. Mein Mann ist da nicht so anfällig, ihm fiel das Ganze etwas leichter.

Mit der Zeit hat sich unser Essenverhalten eingependelt. Morgens gibt es eigentlich jeden Tag ein unserer Meinung nach extrem leckeres Müsli, natürlich selbst zusammengestellt. Mittags auf die Arbeit nehmen wir uns meistens selbstgebackene Burgerbrötchen mit wechselndem Belag mit. Mal gibt es Grillgemüse (extrem lecker!!!), mal gibt es Salat mit Räuchertofu drauf. Räuchertofu mag ich persönlich deutlich lieber als den „normalen“ Tofu. Manchmal gibt es Hirse mit Gemüse, es gab auch schonmal Linsensalat mit Gemüse. Abends gibt es wechselnde Gerichte. Sehr lecker ist eine rote Linsensuppe (bereiten wir aber nach unserem eigenen Rezept zu), die weichen –oben bereits erwähnten- Auberginenrollen können wir beide nicht mehr ertragen, irgendwie ist das ganze Essen so matschig weich und schmeckt doch immer recht ähnlich… Einmal gab es Hokkaidopommes. Ich möchte bitte nie wieder in meinem ganzen Leben Hokkaidopommes essen. Überhaupt nicht unser Geschmack! Zucchininudeln in jeglicher Variation stehen in dem Buch auch hoch im Kurs. Sauce nach Carbonara-Art in der Pfanne zubereiten (die Sauce hat bis hierhin echt lecker geschmeckt), dann die Zucchininudeln dazu geben (in Ermangelung eines Spiralschneiders habe ich die mit einem Sparschäler gemacht) und heraus kommt….: Tadaaaaaaaaaaa: wässriger Matsch. Hm, irgendwie sieht das in dem Buch aber ganz anders aus. Da ist nix wässrig, da sieht das lecker aus… Bei mir haben die Zucchini in der Pfanne extrem Wasser gelassen und damit die eigentlich echt leckere Sauce total verwässert. Es gab dann also irgendwie wässrige, an Suppe erinnernde Zucchini mit einigen Bröckchen Räuchertofu. Begeisterung sieht anders aus. Und falls jetzt jemand denkt: Die ist ja nur zu doof zum Kochen. Nein, weit gefehlt. Ich koche eigentlich ganz gut.

Irgendwie sehen viele unserer Gerichte eh nicht so aus wie auf den Bildern. Hm.

Als Snacks zwischendurch wenn der Hunger wirklich zu groß wurde gab es entweder einige Tortillachips, gesalzene Cashewkerne oder Obst.

Was mich die meiste Zeit nervt: das ganze Vorbereiten dauert mir zu lange. Ich habe das Gefühl, ständig mein Essen planen zu müssen, damit ich das mit meinem Vollzeitjob auf die Reihe bekomme.

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Es gibt auch Positives zu vermelden: mir fällt das Aufstehen leichter. Ich komme einerseits leichter aus dem Bett raus und andererseits wache ich vor dem Wecker auf. Blöd ist hier allerdings, dass das dann teilweise um 5 Uhr in der Früh ist und ich noch gemütlich mindestens 1,5 Stunden schlafen könnte…

Fazit am Ende der Woche: Mir fehlen Nudeln. Ich habe ständig Hunger. Mir fehlen Nudeln. Achja, das hatten wir ja schon… Ich stehe leichter auf. Gewicht +/- 0 kg. Juhu, da freut man sich doch über das Hungern… Gewicht meines Mannes – 2 kg. *grrrrrr* ;)